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ALL-INCLUSIVE TOUREN NACH TSCHERNOBYL

  • 1 day tour 1 Tagestour
  • 2 day tour 2 Tage Tour
  • 3 day tour 3 Tage Tour
  • Pripyat tour Pripyat tour
  • Tour nach Irpin Tour nach Irpin
  • Tour nach Bucha Tour nach Bucha
  • Tour nach Hostomel Tour nach Hostomel

WIE SICHER SIND BESUCHE IN TSCHERNOBYL?

Seit der Explosion des Kraftwerks sind mittlerweile mehr als 30 Jahre vergangen, und ein Besuch in Tschernobyl ist heute sicherer als je zuvor. Die Strahlungsbelastung, die Sie während eines Tages in der Tschernobyl-Zone erhalten, entspricht einem natürlichen Strahlenwert, wie er überall sonst auftritt. Diese Belastung ist 300-mal niedriger als bei einer kompletten Röntgenaufnahme Ihres Körpers im Krankenhaus. Wenn man es in Zahlen ausdrückt, erhalten Sie 3-4 µSv an Gammastrahlung, was eine absolut harmlose Strahlendosis ist.

FOTOS VON TSCHERNOBYL

Tschernobyl-Gasmaske

  • Zeitsparende Tour
  • Schnell alles sehen
  • Tag der Zeitreise
  • Besuch bei Prypjat
  • Dosimetrische Kontrolle
  • Siehe Folge der Aktionen der russischen Armee
  • Nehmen Sie am Wiederaufbau der Stadt teil
  • Helfen Sie Menschen, die ihr Zuhause verloren haben
  • Verhindern Sie Kriege in der Zukunft
  • Nacht in Tschernobyl
  • Erweitertes Programm
  • Mehr Zeit in Pripyat
  • Nächte in Tschernobyl
  • Erweitertes 3-Tage-Programm
  • Zeit, mehr zu sehen
  • Viel mehr Zeit in Pripyat

ALL-INCLUSIVE Touren

Aufgrund des anhaltenden Krieges sind derzeit keine Reiseleiter verfügbar. Russische Truppenaktivitäten, einschließlich Mienenlegen, haben den Standort gestört. Nach dem Krieg wird die Sicherheit der Sperrzone bewertet, bevor unsere Tour fortgesetzt werden kann. Bitte überprüfen Sie später wieder für Updates.

Viele der Gebäude in Prypjat sind strukturell instabil, daher ist es möglicherweise nicht möglich, viele von ihnen zu betreten. Ihr Guide führt Sie durch sichere Bereiche, um das Innere einiger Gebäude zu sehen.

Sie müssen keinen Schutzanzug tragen, um die Sperrzone zu betreten. Die Kleidungsvorschriften sehen vor, dass Sie langärmlige und bodenlange Kleidung mit geschlossenen Schuhen tragen, keine T-Shirts, Shorts oder Sandalen.

Nein. Diese Masse an radioaktivem Material, die einem Elefantenfuß ähnelt, würde Ihnen eine enorme Menge an Strahlung geben. Touren sind nur in den sicheren Bereichen erlaubt.

Reisen nach Tschernobyl sind für die meisten gesunden Erwachsenen ohne schwere chronische Erkrankungen zugänglich. Sie reisen mit dem Fahrzeug auf der Tour und gehen in einem langsamen, gemächlichen Tempo. Es gibt keine spezifischen gesundheitlichen Bedingungen, die Sie von einer Tschernobyl-Pauschalreise abhalten sollten, aber sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie irgendwelche Bedenken haben.

Zwischen Kiew und der Stadt Prypjat liegen etwa 136 km. Die Fahrzeit beträgt in der Regel ca. 2 Stunden und ist in unserer Tour inkludiert. Zwischen Tschernobyl, dem Kernkraftwerk und der Stadt Pripjat liegen etwa 2 km. Unsere Tour wird sowohl Pripyat, als auch Tschernobyl besuchen.

Unser Hauptsitz befindet sich seit 2015 im Vereinigten Königreich und wir haben eine zweite Niederlassung in Kiew, Ukraine. In der Ukraine verfügen wir über eine vorhandene Infrastruktur, so dass jeder Tourist sich wohl wie zuhause fühlen kann.

Ja, natürlich! Wir haben eine Vielzahl anderer Ausflugsangebote. Weitere Informationen dazu finden Sie auf unserer Website für Ausflüge.

Die Anreise nach Tschernobyl ist heutzutage sehr einfach. Alles, was Sie aus Ihrer Seite tun sollen, um Urlaub in Tschernobyl zu verbringen, ist in Kiew anzukommen. Den Rest übernehmen wir. Für genaue Auskunft, Transport und Aufenthalt wenden Sie sich an unsere Manager.

Eine All-Inclusive-Tour bedeutet, dass unser Unternehmen Ihnen alle notwendigen Dienstleistungen zur Verfügung stellt wie z. B. den privaten Transport vom/zum Flughafen in einem komfortablen Auto, der Aufenthalt im Hotel, zusätzliche Touren mit Führer usw, um einen unvergesslichen Tschernobyl Tourismus für Sie zu ermöglichen. Mit uns werden Sie auf alles vorbereitet.

Die Tschernobyl-Touren werden auf Englisch und in den Landessprachen (Ukrainisch, Russisch) abgehalten. Wir sprechen fließend Englisch, deshalb Sie keine Probleme mit dem Verständnis haben werden. Außerdem können wir Ihnen den Übersetzer in Ihrer Sprache zur Verfügung stellen.

Das hängt von Ihren persönlichen Vorlieben ab. Jede Jahreszeit birgt einen gewissen Reiz und besondere Eindrücke, die Sie aus der Tschernobyl-Zone mitnehmen werden. Urlaub in Tschernobyl , während des Frühlings, wenn zwar alles blüht, aber noch keine Blätter zu sehen sind, können die Besucher der Geisterstadt deren Gebäude besichtigen und eindrucksvolle Fotos machen. Im Sommer hingegen ist die Zone völlig grün und Prypjat erinnert an eine echte „Dschungelstadt“, die einem zeigt, wie übermächtig die Natur sein kann. Im Herbst ist die Zone etwas trist und dunkel, was bei den Touristen besondere Emotionen hervorruft, was Tschernobyl Tourismus attraktiver macht und die Spannung noch zusätzlich steigert. Und der Winter in der Zone schafft für jeden eine wahre Atmosphäre verlassener Orte und bietet zudem die Möglichkeit, heimische Wildtiere wie Wölfe und Warzenschweine zu beobachten.

Touren nach Tschernobyl sind nicht gefährlicher als solche an irgend anderen Orten der Welt. Die Strahlenbelastung ist nur in bestimmten Gebieten hoch. Diese befinden sich nicht auf den Strecken von Touristengruppen und unsere Besucher verbringen sichere Zeit während ihrer Umgebung. Um sicherzustellen, dass Sie gesund und glücklich nach Hause kommen, führen unsere Spezialisten zweimal pro Tag dosimetrische Kontrollen während des Tschernobyl Führung durch. Für eine Reise erhalten Sie kostenlos eine Atemschutzmaske und einen Geiger-Müller-Zähler.

Ja, und das ist eine richtige Entscheidung. Eine dreistündige Tour durch das Kraftwerk ist bedruckungsvoll und äußerst aufschlussreich, da es das einzige Atomkraftwerk der Welt ist, das nicht genutzt wird. Sie können das Kernkraftwerk Tschernobyl gemeinsam mit einer Gruppe besuchen. Wollen Sie eine private Tour machen, können Sie die Anlage gegen eine Zuzahlung (159 Euro für mindestens 2 Personen) besuchen.

Nein, für den Aufenthalt in Tschernobyl, Prypjat und Umgebung benötigen Sie keine Atemschutz- oder Gasmasken. Dennoch wird Ihnen das Unternehmen beim Eintritt in Tschernobyl kostenlos eine Atemschutzmaske zur Verfügung stellen, um Ihr Wohlbefinden zu gewährleisten.

Eine Strahlendosis, die Sie während eines Tages in Tschernobyl erhalten, entspricht einem natürlichen Strahlenwert, wie an jedem anderen Ort der Welt oder während einer Flugstunde im Flugzeug gemessen wird. Sie werden eine Dosis von 3 – 4 µSv Gammastrahlen erhalten. Diese Dosis ist völlig harmlos. Zum Vergleich: Bei den meisten Kraftwerken der verschiedenen Länder liegt der Grenzwert für die Sicherheit der Arbeitnehmer bei 50 – 100 µSv pro Tag.

Wir bieten mehrere Zahlungsmöglichkeiten an:

  • Vorauszahlung. Zahlen Sie 20 % des Gesamtpreises bei der Buchung und den Rest am Tag der Tour in bar. Alternativ können Sie den Gesamtbetrag direkt im Bus mit einer Barzahlung begleichen.
  • Vollständige Bezahlung. Sie können den Gesamtbetrag vollständig bezahlen und dabei einen Sonderrabatt oder andere Vorteile in Anspruch nehmen.

Sie können bei der Buchung die gesamte Tour per Paypal (Kreditkarte) bezahlen oder wir werden Ihnen eine Rechnung zur Zahlung auf unser Bankkonto mit Sitz im Vereinigten Königreich senden.

Es werden keine Buchungsgebühren oder Gebühren für die Stornierung der Tour erhoben. Sollten Sie die Tour im Voraus bezahlt haben, erhalten Sie 100 % des Geldes zurück, sofern Sie diese mindestens 24 Stunden vor Beginn der Tour stornieren. Zahlungen sind in USD, EUR, GBP und UAH möglich.

Ja, während einer Reise nach Tschernobyl ist es zulässig, Fotos und Videos zu machen. Die einzigen Zonen mit Foto- und Videobeschränkungen sind das Kraftwerk aus einer Entfernung von weniger als 200 m und die Sicherheitskontrollpunkte. Auf der speziellen Beobachtungsplattform in sicherer Entfernung zum Reaktor vom Block 4 des Kraftwerks (Schutzkonstruktion) können Sie Fotos und Videos machen. In der Tschernobyl-Zone sind auch Amateur- und Profi-Kamerastative erlaubt, also können Sie gerne Ihre Ausrüstung mitnehmen. Gegen Zuzahlung können dort auch UAV-Drohnen eingesetzt werden (außer an beschränkten Orten). Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an unseren Kundensupport.

Nur Personen im Alter von 18 Jahren oder älter können die Sperrzone von Tschernobyl besuchen. Dies ist eine gesetzliche Anforderung.

Kann ich mit meinem eigenen Fahrzeug/Motorrad/Fahrrad nach Tschernobyl fahren?

Die Sperrzone von Tschernobyl ist ein Gebiet mit Sonderregelung. In den meisten Fällen ist es erlaubt, persönliche Autos (Busse) innerhalb der Zone zu benutzen. Leider sind alle offenen Verkehrsmittel wie Motorräder und Fahrräder verboten. Nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf, falls Sie vorhaben, die Zone mit Ihrem Auto zu besichtigen.

Die Hotels in der Sperrzone in Tschernobyl haben den gleichen Komfort wie die Zwei-Sterne-Hotels in Europa. Jedes Zimmer verfügt über eine Heizung und einen Fernseher. Saubere Handtücher, Seife und Shampoos sind ebenfalls für Sie vorhanden. In der Regel steht pro Block von 4 Zimmern ein Badezimmer (mit 3 Toiletten und 2 Duschen) zur Verfügung. Im Hotel gibt es außerdem einen WLAN.

Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass es keine neuen Hotels in der Zone gibt, die den gleichen Komfort wie die Hotels in Kiew bieten könnten. In einem Zimmer können bis zu 3 Personen wohnen. Falls Sie ein separates Zimmer für eine Person gegen Zuzahlung wünschen, teilen Sie uns dies bitte im Voraus mit.

Um Zugang zur Zone durch die Sicherheitskontrollpunkte zu erhalten, benötigen Sie entweder einen gültigen Reisepass oder einen Personalausweis. Das Wichtigste ist, dass Sie das gleiche Dokument mitnehmen, das Sie bei der Buchung einer Tour angegeben haben. Falls Ihre Passnummer geändert wurde, nachdem Sie diese für Ihre Tour eingegeben haben, teilen Sie uns dies bitte mindestens eine Woche vor der Reise mit. Andernfalls werden Sie die Sperrzone von Tschernobyl nicht betreten können.

Ansässige der folgenden Länder, die für 90 Tage oder weniger in die Ukraine einreisen, benötigen kein Visum: Andorra, Österreich, Belgien, Kanada, Kuba, Zypern, Tschechische Republik, Dänemark, Estland, Finnland, Frankreich, Georgien, Deutschland, Griechenland, Ungarn, Island, Irland, Italien, Japan, Kasachstan, Südkorea, Kirgisistan, Lettland, Litauen, Liechtenstein, Luxemburg, Malta, Monaco, Mongolei, Niederlande, Norwegen, Polen, Portugal, Russland, San Marino, Slowakei, Slowenien, Spanien, Schweden, Schweiz, Tadschikistan, Vatikan, Vereinigtes Königreich, Vereinigte Staaten von Amerika, Usbekistan.

Falls Ihr Land nicht auf der Liste steht, ist es nicht schwierig, ein Touristenvisum für die Ukraine zu bekommen. Sie erhalten automatisch eine Einladung, nachdem Sie ein Zimmer in einem beliebigen Hotel in Kiew gebucht haben. In jedem anderen Fall können Sie sich gerne mit uns in Verbindung setzen. Gerne helfen wir Ihnen mit dem Einladungsdokument, um ein Visum zu erhalten.

Weitere Informationen: https://mfa.gov.ua/en/consular-affairs/entry-and-stay-foreigners-ukraine

Die Stornierung der Tour ist nur in Notfällen möglich (wie z. B. bei Wetterbedingungen, die den physischen Zutritt in die Zone nicht ermöglichen, bei Unfällen oder behördlichen Maßnahmen, die dies unmöglich machen, usw.). Solche Situationen treten jedoch nie ein, aber bei einem Notfall wird die Tour auf den nächsten Tag verschoben.

Jeder Besucher ist verpflichtet, sich an eine Kleiderordnung zu halten: Kleidung mit langen Ärmeln und geschlossene Stiefel (Sie können die Zone nicht in Shorts, Trikots, Flip-Flops usw. betreten). Unser Unternehmen empfiehlt zudem, alte Kleidung zu verwenden, die bei Bedarf leicht gewaschen oder weggeworfen werden kann: Bereiten Sie sich auf Abenteuer vor!

Tschernobyl liegt etwa 136 km von Kiew entfernt. Die Fahrt von Kiew nach Tschernobyl dauert etwa 2 Stunden.

Das Kraftwerk von Tschernobyl befand sich in der Siedlung Prypjat, 21 km nordwestlich der Stadt Tschernobyl und 156 km nördlich von Kiew, Ukraine.

Die Katastrophe von Tschernobyl war ein nuklearer Unfall, der sich am 26. April 1986 im 4. Reaktor des Kernkraftwerks Tschernobyl in der Stadt Pripjat im Norden der Ukraine ereignete.

Tschernobyl ist ein ukrainisches Wort für Beifuß, ein gebräuchlicher Name für eine krautige Pflanze. Es gibt eine alternative Etymologie, dass Tschernobyl nach einer Kombination der Wörter „chorniy“ und „byllia“ benannt wurde, was wörtlich „schwarzes Gras“ oder „schwarze Halme“ bedeutet.

Pripyat ist ein äußerst beliebtes Touristenziel geworden, und viele entscheiden sich dafür, Touren nach Pripyat zu buchen, um die Stadt mit eigenen Augen zu sehen.

  • - Das verlassene Dorf Zalissya
  • - Riesiges geheimes Radar „Duga-1″ und die Stadt Tschernobyl 2
  • - Das fast vollständig unter der Erde begrabene Dorf Kopatschi und der noch vorhandene Kindergarten
  • - Das Kernkraftwerk Tschernobyl unter dem neuen sicheren Einschluss – der Bogen
  • - Der KKW-Kühlteich mit Riesenwelsen
  • - Der rote Wald
  • - Die Feuerwache
  • - Die Stadt Prypjat
  • - Hostmel, Ukraine
  • - Irpin, Ukraine
  • - Bucha, Ukraine

Jede enorme Katastrophe hinterlässt einen Fußabdruck auf dem Planeten. Die Katastrophe von Tschernobyl gilt als die gewaltigste vom Menschen verursachte Katastrophe, die die Welt je gesehen hat.

Reizen die Landschaften von Horrorfilmen? Fragen Sie sich andauernd, ob es auf der Erde einen Ort gibt, der diesen verlassenen Städten und zerstörten Gebäuden gleicht? Hier sind einige gute Nachrichten – es existiert zumindest ein solcher Ort! Und zwar die Sperrzone von Tschernobyl, die sich in der Ukraine befindet.

  • - Verlassenes Dorf Zalissya
  • - Riesiges Geheimradar "Duga-1" und die Stadt Tschernobyl-2
  • - Das Dorf Kopachi ist fast vollständig unter der Erde begraben und der Kindergarten steht noch
  • - Kernkraftwerk Tschernobyl unter dem neuen Sarkophag
  • - Kühlteich des Kernkraftwerks mit Riesenwels
  • - Roter Wald
  • - Feuerwehr
  • - Unfertiges KKW
  • - Fahrzeugfriedhof und Yanovskiy Bahnhof
  • - Unterkunft in einem Hotel in der Stadt Tschernobyl

Die Katastrophe von Tschernobyl war so bedeutend, dass sie von der INES (International Nuclear Event Scale) mit der Gefahrenstufe 7 bewertet wurde. Während unserer dreitägigen Reise in die Tschernobyl-Zone haben Sie die einmalige Gelegenheit, berühmte Orte von Tschernobyl und Prypjat zu erkunden.

  • - Flussstation in der Stadt Tschernobyl mit versunkenen Booten
  • - Verlassene Synagoge
  • - Kommandozentrale Duga-1
  • - Feuerwache, Schule und Kino in Tschernobyl-2
  • - "Brücke des Todes"
  • - Pripyat Flussstation und Café am Ufer
  • - Pripyat Krankenhaus Nummer 126
  • - Die Liste der Orte für diese Tour enthält auch Orte von anderen Touren mit weniger Tagen

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Tschernobyl Tour: Erfahrungen, Kosten & Sicherheit

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Thomas Mooslechner , aktualisiert am 13. März 2024

Tschernobyl Tour: Erfahrungen, Kosten & Sicherheit

Tschernobyl darfst du nur mit geführten Touren besuchen.

Die Touren fangen in der 100 km vom Eingang der Sperrzone entfernten ukrainischen Hauptstadt Kiew an.

Ich habe die am besten bewertete Führung gebucht und teile hier meine Erfahrungen mit ihr.

Dazu kommen Antworten zu den häufigsten Fragen zum Besuch in der Sperrzone. 

Ich fange mit den Fragen an und beschreibe danach die "Ab Kiew: Tagesausflug zur Tschernobyl Sperrzone mit Prypjat" Tour genau. 

Sarkophag von Reaktor 4 in der Tschernobyl Sperrzone in der Ukraine

Du kommst bis an wenigen Hundert Meter an den Reaktor heran.

5 Fragen vor dem Besuch in Tschernobyl

Der Besuch von Tschernobyl ist momentan nicht möglich, weil der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine noch immer anhält.

Hier beschreibe ich die alten Regeln für den Besuch in der Sperrzone. Sobald sich etwas daran ändert, aktualisiere ich meinen Beitrag.

1. Welche Regeln gelten für einen Besuch in der Tschernobyl Sperrzone?

Der Eintritt in die Sperrzone ist ab 18 Jahren mit einer geführten Tour und einer vorab beantragten Genehmigung möglich.

Der Antrag für die Genehmigung muss einige Tage vor dem geplanten Reisetermin eingebracht werden. Reserviere eine Führung deswegen unbedingt vorab. Das vermeidet eine Enttäuschung in Kiew.

Die Buchung funktioniert zusammen mit dem Antrag für die Genehmigung mit GetYourGuide.de. Sie haben ein Formular, das zusammen mit der Buchung alle wichtigen Angaben an den Veranstalter in der Ukraine übermittelt. 

Für die Besuchserlaubnis in der Sperrzone ist deine Passnummer, der volle Name, das Geburtsdatum und die Nationalität von allen Reiseteilnehmer notwendig. Die Reiseleiter in der Ukraine beantragen damit deine Besuchsberechtigung in der Sperrzone.

Die Genehmigung prüfen Polizisten vor dem Tschernobyl Kontrollpunkt zusammen mit dem Reisepass genau. Fülle deswegen alle Angaben richtig aus und denke an deinen Ausweis!

Eine ähnliche Funktion für den Antrag hat auch Viator . 

Ich buche Touren lieber mit GetYourGuide , weil sie deutlich bessere Bewertungen haben. 

Strahlung vor dem Roten Wald in Tschernobyl in der Ukraine

Es gibt gefährliche Orte. Die Reiseführer bringen dich nur zu den sicheren Punkten in der Sperrzone.

2. Ist die Strahlung in Tschernobyl gefährlich?

Das kommt darauf an, welchen Teil der Sperrzone du besuchst. Es gibt nach wie vor sehr gefährliche Orte mit einer Strahlung von 600 bis 800 Mikrosievert pro Stunde, zum Beispiel im Roten Wald. Zum Vergleich fängt eine Strahlenvergiftung ab 1.000 Mikrosievert an.

Die Führungen bringen dich nur zu sicheren Orten. Orte mit einer hohen Strahlenbelastung siehst du nur aus einer sicheren Entfernung.

Zur Sicherheit erhalten alle Reiseteilnehmer am Eingang der Sperrzone einen persönlichen Dosimeter für die gesamte Tour. Er misst die gesammelte Strahlung während der gesamten Führung.

Mein Dosimeter hat nach dem rund zehnstündigen Aufenthalt in der Sperrzone 1,5 Mikrosievert angezeigt. Ein Mensch nimmt je nach Wohnort an einem normalen Tag zwischen 0,7 bis und 2 Mikrosievert auf. Ein einstündiger Flug verursacht eine Strahlenbelastung von 10 bis 20 Mikrosievert. 

Dein Hin- und Rückflug nach Kiew verursacht deswegen voraussichtlich ein Vielfaches der Strahlenbelastung deiner Tour nach Tschernobyl. Mehr Vergleiche dazu hat das Bundesamt für Strahlenschutz .

Eingestürztes Haus in Prypjat in der Tschernobyl Sperrzone in der Ukraine

Viele Häuser in der Sperrzone sind eingestürzt. 

3. Ist eine Tour nach Tschernobyl sicher?

Zusätzlich zu Orten mit einer hohen Strahlenbelastung gehören einstürzende Häuser zu den möglichen Gefahren in Tschernobyl. Seitdem einige Hausfassaden, Böden und Treppen eingestürzt sind, dürfen Reisegruppen nicht mehr für Bilder in Häuser hineingehen.

Unsere Reiseführerin hat gesagt, dass die Polizisten sehr streng darauf achten, dass niemand in Gebäude hineingeht. Es hat niemand von uns probiert. Angeblich wurden schon ganze Reisegruppen deswegen aus der Sperrzone geworfen.

Das Innere der Gebäude siehst du trotzdem durch offene Türen, Fenster und eingestürzte Hauswände.

Wichtig! Packe deinen Reisepass ein! Dein Pass wird am Kontrollpunkt vor der Sperrzone, an einem Kontrollpunkt in der Zone und beim Verlassen der Sperrzone von Tschernobyl kontrolliert.

Weg zum Riesenrad in Prypjat in der Tschernobyl Sperrzone in der Ukraine

Du siehst mit den Standard-Touren die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Tschernobyl.

4. Welche Sehenswürdigkeiten kann ich während einer Tour anschauen?

Ich habe eine klassische Führung mit den Highlights in Tschernobyl gebucht .

Dazu gehören:

  • Tschernobyl Kernkraftwerk: du stehst rund 400 m vom Reaktorblock 4 im Kernkraftwerk entfernt, der heute von einem "Sarkophag" zum Schutz vor der Strahlung umgeben ist. Du isst während der Tour in der Kraftwerkskantine von Tschernobyl. Darin essen auch die Arbeiter, die das Kernkraftwerk abbauen.
  • Prypjat Geisterstadt: die verlassene kommunistische Planstadt mit einstmals 50.000 Einwohnern. In Prypjat haben die meisten Arbeiter von Tschernobyl gewohnt.
  • Tschernobyl Dorf: das Dorf, nachdem das Kraftwerk benannt wurde mit der letzten Statue von Lenin in der Ukraine, dem Postamt und den Hotels in der Sperrzone.
  • Duga Radarstation: eine ehemals geheime sowjetische Radaranlage zur Frühwarnung von Interkontinentalraketen. Die Einwohner der umliegenden Dörfer durften sie selbst nicht besuchen. Die Wachen hatten einen Schussbefehl.
  • Roter Wald: Blick von einem sicheren Punkt auf den am stärksten verstrahlten Teil in der Sperrzone. Der Wind hat nach der Explosion die radioaktiven Elemente zum kleinen Wald nahe dem Kraftwerk getragen. Die Strahlung erreicht an manchen Orten immer noch 600 bis 800 Mikrosievert pro Stunde.

Zusätzlich zu den Tagestouren gibt es mehrtägige Führungen mit Übernachtung in der Sperrzone. Die mehrtägigen Führungen nehmen sich mehr Zeit für die verschiedenen Stationen. 

Zwei Hotels nehmen sogar Reisegruppen im Dorf Tschernobyl innerhalb der Sperrzone auf.

Die Hotels kannst du nur zusammen mit geführten Touren buchen.

Souvenirladen vor der Tschernobyl Sperrzone in der Ukraine

Gasmasken wie im Souvenirladen vor dem Eingang der Sperrzone sind nicht notwendig. Du musst aber feste Schuhe und eine lange Hose tragen. 

5. Muss ich sonst noch etwas wissen?

  • Feste Schuhe: Schuhe mit offenen Zehen sind in der Sperrzone verboten.
  • Keine Drohnen: Ich habe neben dem Riesenrad in Prypjat trotzdem Drohnen gesehen. Möglicherweise sind Flüge mit einer speziellen Genehmigung erlaubt?
  • Lange Hosen: Keine kurzen Hosen und keine kurzen Röcke.
  • Keine Häuser: Das Betreten von Häusern ist verboten.
  • Geigerzähler: Einen eigenen Geigerzähler kannst du um rund 10 € (200 Griwna) von deinem Reiseleiter ausborgen oder vor dem Kontrollpunkt um rund 40 € kaufen.
  • Essen und Trinken: kannst du gegen einen Aufpreis von rund 10 € in der Kraftwerkskantine von Tschernobyl dazubuchen. Es gibt am Hin und Rückweg einen Stopp in einer Tankstelle.
  • Geld: Das Essen in der Kantine kannst du online schon dazubuchen. Die Reiseleiter verkaufen es noch einmal im Bus bei Bedarf. Die Bezahlung funktioniert im Bus und in der Kantine von Tschernobyl mit einer Kreditkarte. Packe zur Sicherheit trotzdem ein wenig Bargeld ein. Hier sind meine Tipps zum Wechseln von Euro in Ukrainische Griwna und zum Geld abheben in der Ukraine .

Kernkraftwerk in der Tschernobyl Sperrzone in der Ukraine

Du kommst dem Kraftwerk viel näher, als du denkst.

Erfahrungen mit der Tour ab Kiew zur Sperrzone von Tschernobyl und Prypjat

Buchung und abfahrt nach tschernobyl.

Ich habe die Tour zwei Tage vor meiner Ankunft in Kiew gebucht. 

Die Veranstalter müssen nach der Buchung eine Bestätigung für den Besuch in der Sperrzone beantragen. So kurzfristig waren deswegen einigen Touren schon nicht mehr verfügbar. Das wusste ich vorab nicht. 

Reserviere deswegen einen Platz spätestens eine Woche vor dem geplanten Reisetermin. Mit GetYourGuide kannst du ohne Angabe von Gründen bis 24 Stunden vor der Abfahrt kostenlos umbuchen oder stornieren. 

Ich habe die " Ab Kiew: Tagestour zur Sperrzone von Tschernobyl und Prypjat " gebucht. An meinem Buchungstag hatte sie die besten Bewertungen und das passende Programm mit den Highlights in der Sperrzone.

Die Sprache ist Englisch.  Deutschsprachige Touren sind deutlich teurer.

Nationale Taras-Schewtschenko-Universitat Kiew in der Ukraine

Die Tour fängt vor der Nationalen Taras-Schewtschenko-Universitat in Kiew and und hört dort auf.

Abfahrt in der Früh aus Kiew

Meine Führung hat um 7:25 in der Früh vor der Nationalen Taras-Schewtschenko-Universitat in Kiew angefangen.

Der gleiche Abfahrtspunkt und die ungefähre Uhrzeit stand auch in fast allen anderen Beschreibungen der Touren. Die 15minütige Fahrt von meinem Hotel am Majdan Platz zur Uni hat mit Uber in der Früh 51,02 Griwna (1,93 €) gekostet.

Gegenüber vom Eingang der Uni steht die Reihe mit weißen Kleinbussen der Tschernobyl Führungen. Reiseleiter stehen mit einer Namensliste vor den Bussen. Du musst mit deiner Buchungsbestätigung den richtigen Bus finden.

In die Mercedes Bussen passen jeweils rund 15 Passagiere.

Der Bus der Tour zur Tschernobyl Sperrzone in der Ukraine

Pause vor einer Tankstelle am Weg nach Tschernobyl. 

Innere eines Bus der Touren in der Tschernobyl Sperrzone in der Ukraine

Die Busse haben WiFi und einen Bildschirm für eine Dokumentation zum Reakorunfall am Weg zur Sperrzone.

Fahrt aus Kiew zum Kontrollpunkt

Im nicht ganz vollbesetzten Bus sitzen 12 Passagiere. Zuerst läuft eine Dokumentation zum Reaktorunfall in Tschernobyl auf einem Bildschirm im Bus.

Zur Hälfte der zweistündigen Fahrt halten wir an einer Tankstelle zum Kauf von Essen, Kaffee und für das WC. Die restliche Fahrt zum Kontrollpunkt vor der Sperrzone vergeht relativ schnell mit Essen, dem Blick auf die Landschaft und dem Wi-Fi im Bus.

Kontrollpunkt am Eingang der Tschernobyl Sperrzone in der Ukraine

Kontrollpunkt vor der Tschernobyl Sperrzone

Dosimeter am Eingang der Tschernobyl Sperrzone in der Ukraine

Die Reiseführerin verteilt vor dem Kontrollpunkt unsere Besuchsbestätigungen und persönliche Dosimeter. Ein Polizist kontrolliert sie später zusammen mit unseren Ausweisen.

Souvenirladen vor der Tschernobyl Sperrzone in der Ukraine

Die Kontrolle vor dem Eingang dauert 15 Minuten. Wir haben Zeit für eine Toilettenpause. Wer mag, kann in den Souvenirläden noch einmal etwas einkaufen.

Kontrollpunkt vor der Sperrzone

Vor dem Kontrollpunkt teilt unsere Reiseführerin die Besuchsbestätigung für die Sperrzone und ein persönliches Dosimeter für alle Teilnehmer aus. Danach müssen alle aus dem Bus aussteigen. Polizisten kontrollieren die Bestätigung zusammen mit dem Reisepass und dem Dosimeter noch einmal genau.

Nach 15 Minuten dürfen wir endlich in die Sperrzone hineinfahren. Ein britisches und ein polnisches Pärchen haben sich von den Souvenirständen am Kontrollpunkt noch einmal einen Kaffee und Mitbringsel gekauft.

Antenne der Duga Radarstation in der Tschernobyl Sperrzone in der Ukraine

Duga-1 Radardstation

Duga-1 war eine geheime sowjetische Radarstation zur Entdeckung von Interkontinentalraketen.

Die aufgelassene 150 m hohe und mehr als 500 m lange Antenne von Duga-1 steht heute in der Tschernobyl Sperrzone.

Abgesehen von den sowjetischen Soldaten durfte früher niemand die Station besuchen. Die Soldaten am Eingang haben laut unserer Reiseführerin zuerst geschossen und dann gefragt. 

Heute ist die Duga-1 Radarstation eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten in der Tschernobyl Sperrzone. 

Reiseführerin in der Duga Radarstation in der Tschernobyl Sperrzone in der Ukraine

Unsere Reiseführerin zeigt uns alte Luftbilder der Radarstation.

Kommunistischer Stern in der Duga Radarstation in der Tschernobyl Sperrzone in der Ukraine

Spuren aus dem Kalten Krieg

Die verrosteten Antennen, Ruinen von Häusern, Roter Sterne und eine Büste von Lenin sind letzte Erinnerungen an die Soldaten in der Duga-1 Radarstation.

Wir gehen durch den Haupteingang in die Anlage hinein. Ein Hund von einem Wachposten begleitet uns.

Der Blick durch Fenster, offene Türen und eingestürzte Wände in Häuser, Kontrollposten und Baracken ist möglich. 

Geigerzähler vor dem Kernkraftwerk in der Tschernobyl Sperrzone in der Ukraine

0,89 Mikrosievert. Unsere Reiseführerin hält ihren Geigerzähler hoch zur Anzeige der Strahlung.

Erster Blick auf Tschernobyl

Mit dem Kleinbus fahren wir zum Ausgangspunkt der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl: dem heute mit dem Schutzmantel "Sarkophag" umgebenen Reaktor 4 im Kernkraftwerk Tschernobyl.

Der Bus hält zuerst einen Kilometer vor dem Kernkraftwerk für Bilder, eine Messung mit dem Geigerzähler und einer Erklärung der Reiseführerin zum Ablauf der Katastrophe an. Der Geigerzähler von unserer Reiseführerin zeigt in einer Entfernung von 1 km 0,89 Mikrosievert an.

Reisegruppe vor dem Sarkophag von Reaktor 4 in Tschernobyl in der Ukraine

Die Gruppe von unserer Tour steht vor Reaktor 4 und dem Sarkophag.

Reaktor 4 und Sarkophag

Keine fünf Minuten nach dem ersten Blick auf das Kraftwerk stehen wir direkt vor Reaktorblock 4 von Tschernobyl. Er ist mit einem "Sarkophag aus Metall" umgeben, der die Strahlung abschirmt.

Der Geigerzähler zeigt knapp mehr als 1 Mikrosievert vor dem Denkmal der Helden der Reaktorkatastrophe an. 

Näher dürfen Besucher nicht an das Kraftwerk heran. Im Inneren bauen Arbeiter mit einem ferngesteuerten Kran die Reste des Reaktors ab.

Später sehen wir einige davon in der Kraftwerkskantine.

Zuerst fahren wir mit dem Bus zum Roten Wald und zur Geisterstadt Prypjat weiter.

Es ist 11:00 am Vormittag.

Radioaktiv Warnschild vor dem Roten Wald in der Tschernobyl Sperrzone in der Ukraine

16,13 Mikrosievert. Die Strahlung von einem Metallstück beim Aussichtspunkt auf den Roten Wald ist deutlich höher. 1 m weiter zeigt das Gerät nur noch 0,5 Mikrosievert an. 

Roter Wald, Ortsschild und Brücke

Am Tag der Katastrophe wehte der Wind vom Kraftwerk genau in die Richtung von einem kleinen Wald.

Die Folge daraus ist eine gefährliche Strahlung von 600 bis 800 Mikrosievert pro Stunde. Eine Strahlenvergiftung fängt ab 1.000 Mikrosievert an.

Den Wald sehen wir nur aus einer sicheren Entfernung vom Straßenschild Richtung Prypjat. Unsere Reiseführerin zeigt uns am Parkplatz Stellen, mit einer höheren Strahlung. Ein Metallstück zeigt 16,13 Mikrosievert an. 

Danach fahren wir über die Brücke, auf der am Tag der Katastrophe Schaulustige standen. Sie haben die dadurch verursachte Strahlenvergiftung nicht überlebt.

Der Wind hat die radioaktiven Elemente direkt zu ihnen geweht.

Straßenschild mit der Aufschrift Prypjat in der Tschernobyl Sperrzone in der Ukraine

Links geht es nach Pryphat, rechts zum Kernkraftwerk und hinter uns ist der Rote Wald.

Ein Plan von Prypjat in der Tschernobyl Sperrzone in der Ukraine

Unsere Reiseführerin zeigt uns einen Stadtplan von Prypjat.

Wohnsiedlung in Prypjat in der Tschernobyl Sperrzone in der Ukraine

Einer der typischen Wohnblöcke in der Planstadt. 

Geisterstadt Prypjat

In der kommunistischen Planstadt lebten zuerst die Bauarbeiter von Tschernobyl, danach kam das Personal des fertigen Kraftwerks zusammen mit ihren Familien dazu.

49.360 Menschen lebten am Tag der Reaktorkatastrophe in der Stadt. Sie mussten alle ihre Heimat einige Tage nach der Kernschmelze in Reaktorblock 4 verlassen.

Sie durften nur das notwendigste mitnehmen.

Viele dachten damals, dass sie wieder zurückkommen dürfen.

Klassenraum in der Schule von Prypjat in der Tschernobyl Sperrzone in der Ukraine

Schule von Prypjat

Heute sind die verlassenen Häuser, verfallenen Schulen und über die Ruinen wachsenden Bäume das Sinnbild der Reaktorkatastrophe. Gleich an der ersten Haltestelle in Prypjat spazieren wir zu einer der vier ehemaligen Schulen.

Durch ein Fenster sehen wir die verlassene Klasse mit den immer noch erhaltenen kleinen Holzbänken, Sesseln und der Schultafel. Einmal rund um die Ecke ist der Eingang in die Sporthalle. Ein Basketballkorb erinnert an der Wand noch daran. Der Holzboden löst sich auf. Vor dem Haupteingang der Schule wachsen Bäume durch Ritzen aus dem Beton.

Medizinischer Stuhl in Prypjat in der Tschernobyl Sperrzone in der Ukraine

Die medizinischen Geräte haben Touristen in der Vergangenheit aus dem Krankenhaus geräumt. Es ist einer der am stärksten verstrahlten Orte in der Stadt.

Krankenhaus

Nahe der Schule steht das ehemalige Krankenhaus von Prypjat. Darin wurden die Feuerwehrmänner aus dem Kernkraftwerk erst behandelt. Der Keller mit der alten Schutzkleidung der Feuerwehr zählt nach wie vor zu den am stärksten verstrahlten Orten in der Sperrzone.

Besucher haben in der Vergangenheit medizinische Geräte für Bilder aus dem Krankenhaus geräumt. Dazu gehören Zahnarztsessel, ein gynäkologischer Stuhl und ähnliche Dinge deren Zweck nicht mehr klar erkennbar ist.

Handschuh von einem Feuerwehrmann im Krankenhaus von Prypjat in der Tschernobyl Sperrzone in der Ukraine

Laut unserer Reiseführerin liegt auf dem Tisch ein Teil von einem Handschuh von einem Feuerwehrmann aus Tschernobyl. Er strahlt nach wie vor 500 Mikrosievert aus. Ich habe das Bild nur mit dem Zoom von meiner Kamera und einer Vergrößerung bei der Bearbeitung machen können.

Kein Eintritt in Häuser

Heute ist das Betreten der Gebäude in Prypjat verboten. Zu viele Häuser, Böden und Treppen sind in der Stadt schon eingestürzt. Unsere Reiseführerin hat erzählt, dass früher einmal ein Besucher einen Handschuh der Feuerwehrmänner aus dem Keller dem Krankenhaus geräumt hat. Er musste nach seiner Entdeckungstour im Keller ins Krankenhaus - Strahlenvergiftung. 

Der Handschuh soll auf dem Geigerzähler 500 Mikrosievert anzeigen haben. Sie hat ihn uns durch ein kaputtes Fester aus 5 Metern Entfernung gezeigt. 

Der Geigerzähler hat aus der Entfernung nur 0,2 bis 0,5 Mikrosievert gemessen. Zumindest für Besucher ist Prypjat auf den markierten Wegen inzwischen sicher.

Die gesamte oberste Erdschicht in Prypjat wurde dafür nach der Katastrophe abgetragen. Die Straßen wurden neu asphaltiert. Das war ein Versuch, die Stadt wieder bewohnbar zu machen. Es hat nicht funktioniert.

Der verfallene Supermarkt in Prypjat in der Tschernobyl Sperrzone in der Ukraine

Symbol der Ukrainischen Sozialistischen Sowjetrepublik. Gleich daneben war eine Fabrik, die noch 10 Jahre nach dem Reaktorunfall in Tschernobyl offen war.

Sowjetische Propaganda in Prypjat in der Tschernobyl Sperrzone in der Ukraine

Sowjetische Propaganda aus den letzten Tagen von Prypjat liegt entlang des Weges in einem Haus.

Supermarkt, Häuser und Fabrik

Der nächste Punkt im Rundgang ist der zentrale Platz von Prypjat mit dem Supermarkt, Hotel und dem exklusiven Haus der ehemaligen Parteifunktionäre und wichtiger Personen. Darin wohnte zum Beispiel der Kraftwerksleiter von Tschernobyl.

Eine Fabrik nahe dem Platz war laut unserer Reiseführerin noch zehn Jahre nach der Reaktorkatastrophe in Betrieb. Produkte daraus waren für das sowjetische Militär wichtig.

Boot im Fluss Prypjat in der Tschernobyl Sperrzone in der Ukraine

24,25 Mikrosievert: Die Strahlung ist an Orten, an denen sich Regenwasser sammelt, höher. Hier ist es zum Beispiel die Anzeige vom unteren Ende der Treppe zum Fluss mit 24,25 Mikrosievert. Das ist der Punkt mit der höchsten Strahlung, den wir besucht haben. 

Fluss Prypjat, Strahlung und das Restaurant

Der Fluss Prypjat fließt aus Weißrussland kommend nahe Tschernobyl in den Dnepr. Das Kernkraftwerk wurde nahe dem Fluss zur Kühlung der Reaktoren gebaut.

Zwischen Prypjat und der Hauptstadt Kiew gab es damals auch Fährverbindungen. Die Anlegestelle der Fähren besuchst du während der Führung. Ein halb im Fluss versunkenes Schiff erinnert noch an die Flussschiffahrt in der damaligen Ukraine . 

Ein Blick in das Restaurant an der Anlegestelle ist auch möglich. Davor stehen noch zwei alte Automaten aus der Sowjetzeit.

Menschen vor dem Riesenrad in Prypjat in der Tschernobyl Sperrzone in der Ukraine

Riesenrad, Autodrom und Park

Das Riesenrad von Prypjat ist zusammen mit dem Vergnügungspark eines der Symbole der Sperrzone. Der Eröffnungstermin war einige Tage nach der Katastrophe geplant.

Entlang dem Weg kommen wir auch am Fluss vorbei. Die Reiseführerin zeigt und eine Stelle unterhalb einer Treppe an der ihr Geigerzähler 24 Mikrosievert anzeigt. "Dort wo sich Wasser sammel kann, ist die Strahlung höher", sagt sie.

Essen in der Kantine des Kraftwerks in der Tschernobyl Sperrzone in der Ukraine

Mein Mittagessen in der Kraftwerkskantine von Tschernobyl.

Essen in der Kantine von Tschernobyl

Kurz nach Mittag fahren wir noch einmal zum Kraftwerk für unser vorbestelltes Essen in der Kantine. Das Personal, das am Abbau von Tschernobyl arbeitet, isst darin auch.

Die anderen Reaktoren von Tschernobyl waren nach dem Unfall noch mehr als 10 Jahre in Betrieb. Das Kraftwerk war zu wichtig für die Stromproduktion in der damaligen Ukraine.

Der Eintritt zur Kantine ist erst nach einer Strahlenkontrolle möglich. Wir stellen uns danach an der Ausgabe für unser dreigängiges Menü mit einer Suppe, einer Hauptspeise, Nachspeise und einem Salat an. Geschmack – typisches Kantinenessen. Trotzdem okay.

Einige haben das Essen nicht gekauft. Sie setzten sich mit mitgebrachten Broten an einen Tisch.

Strahlenmessgeräte in einem Kontrollpunkt in der Tschernobyl Sperrzone in der Ukraine

Zwischen der inneren Sperrzone mit dem Kernkraftwerk und dem Dorf Tschernobyl ist eine Kontrollstation mit Strahlenmessgeräten. Es müssen alle zur Kontrolle durchgehen. Ein Polizist prüft mit einem Strahlenmessgerät unseren Bus. 

Straßenschild im Dorf Tschernobyl in der Tschernobyl Sperrzone in der Ukraine

Das Ortsschild vor dem Dorf Tschernobyl. 

Haus im Dorf Tschernobyl in der Tschernobyl Sperrzone in der Ukraine

Im Dorf Tschernobyl sind Häuser inzwischen wieder bewohnt. Es gibt ein Postamt, zwei Hotels und ein Rathaus.

Dorf Tschernobyl

Für die Fahrt zum Dorf Tschernobyl müssen wir an einem Kontrollpunkt mit Strahlenmessgeräten vorbeifahren. Es ist das ursprünglich mehrere Jahrhunderte alte Dorf, von dem das Kraftwerk seinen Namen hat.

Es steht im äußeren Teil der Sperrzone. Das ist die Region, die in etwa 300 Jahren wieder bewohnbar sein soll. Die Strahlung in der inneren Zone von Tschernobyl ist laut unserer Reiseführerin an manchen Orten für 50.000 Jahre zu gefährlich.

Im Dorf Tschernobyl wohnen inzwischen wieder Arbeiter aus dem Kraftwerk. Sie bleiben 15 Tage zum Arbeiten in der Sperrzone. 15 Tage haben sie frei.

Die letzte Lenin Statue in der Ukraine

Unter Lenin eroberte die Sowjetunion nach dem Ersten Weltkrieg die unabhängige Ukraine. In den fünfzehn darauffolgenden Jahren starben mehr als 6 Millionen Ukrainer während dem Holodomor Völkermord.  

Letzte Statue von Lenin in der Ukraine

Laut unserer Reiseführerin steht in Tschernobyl die letzte Statue von Lenin in der Ukraine.

Nach der Revolution am Majdan Platz haben die Ukrainer mit der Entkommunistifizierung und der Abnabelung von Russland angefangen.

Nach dem Ersten Weltkrieg war die Ukraine schon einmal ein unabhängiges Land. Die Sowjetunion hat sie unter Lenin blutig bis 1922 angeschlossen.

Später folgte der von der Sowjetunion organisierte Holodomor Völkermord in der Ukraine, der bis zur Mitte der 30er-Jahre mehr als 6 Millionen Ukrainern das Leben kostete. Das Holodomor Denkmal ist heute eine der wichtigsten Gedenkstätten in der ukrainischen Hauptstadt Kiew. 

Hotel im Dorf Tschernobyl in der Tschernobyl Sperrzone in der Ukraine

Schnappschuss aus dem fahrenden Bus von einem der beiden Hotels in der Sperrzone. 

Hotels in Tschernobyl

Die zwei Hotels in der Tschernobyl Sperrzone stehen auch im Dorf Tschernobyl. Darin dürfen Reisende während mehrtägigen Führungen mit Halbpension wohnen.

Das sind die Führungen für die richtigen Geeks, laut unserer Reiseführerin. Du besuchst mit den mehrtägigen Führungen das Kontrollzentrum im Kraftwerk von Tschernobyl, den Kommandostand der Radaranlage und viele andere zusätzliche Orte in der Sperrzone.

Ein Besuch in einer ehemaligen Abschussanlage für mit Atomsprengköpfen bestückten Interkontinentalraketen im Süden von Kiew ist meistens auch dabei.

Haus in einem Wald in der Tschernobyl Sperrzone in der Ukraine

Häuser im Wald nahe dem Dorf Tschernobyl

Der letzte Programmpunkt sind Holzhäuser am Rand des Dorfes Tschernobyl. Wir spazieren durch einen Feldweg an den verfallenen Häusern vorbei zu einem Spielplatz.

Der Blick in die Häuser ist durch offene Fenster, eingefallenen Mauern und Türen möglich.

Straße im Dorf Tschernobyl in der Tschernobyl Sperrzone in der Ukraine

Straße vom Dorf Tschernobyl zum Ausgang der Sperrzone.

Kontrollpunkt vor der Tschernobyl Sperrzone in der Ukraine

Letzter Blick auf die Sperrzone. Die Sonne scheint endlich für den Rückweg nach Kiew.

Rückfahrt nach Kiew

Die Tour durch Tschernobyl endet am Kontrollpunkt vor der Sperrzone. Die Reiseführerin nimmt uns die persönlichen Dosimeter ab und drückt auf den Knopf zur Anzeige gesamten Strahlenbelastung während dem Besuch.

Im Schnitt zeigen unsere Dosimeter 1,5 Mikrosievert an.

Ein Polizist kontrolliert noch unsere Ausweise am Ausgang, damit sicher ist, dass alle aus der Sperrzone hinausfahren.

Die Zone verlassen wir auf den holprigen Straßen Richtung Kiew gegen 16:00 Uhr.

Wir halten an der Tankstelle vom Vormittag für eine Toilettenpause und kommen gegen 18:00 am Platz vor der Nationale Taras-Schewtschenko-Universität in Kiew an.

Der Tag endet für mich im nahen Coffeelaktika Coffee Studio , das mir die Reiseführerin empfohlen hat. 

Kiew fühlt sich nach Tschernobyl wie eine andere Welt an.

Platz vor dem Riesenrad in Prypjat in der Tschernobyl Sperrzone in der Ukraine

Zahlt sich die Tour aus?

Katastrophen haben die Ukraine geprägt.

Erster Weltkrieg, Bürgerkrieg, Besetzung durch die Sowjetunion, Holodomor Völkermord, Zweiter Weltkrieg, sowjetische Unterdrückung, Tschernobyl, Revolution am Majdan Platz, der Bürgerkrieg im Osten, der Krieg mit Russland … wer weiß, was noch kommt.

Die Tschernobyl Tour zeigt dir, wie Tschernobyl wirklich ausschaut.

Die Gespräche während der Fahrt zur Sperrzone haben sich vor allem um Neugierde gedreht. Die Tschernobyl Serie hat auch eine Rolle gespielt. 

Du siehst während der Führung die wichtigsten Orte aus der Geschichte der Sperrzone. Dazu zählt der Reaktorblock 4 von Tschernobyl und die Geisterstadt Prypjat. Wenige kennen vorab Orte wie die Duga Radarstation oder das inzwischen wieder bewohnte Dorf Tschernobyl. 

Die Tour gibt dir einen Einblick darauf, was mit den Städten, Dörfern und Bauwerken nach Jahrzehnten des Verfalls passiert. Sie erzählt dir auch die Geschichte der Menschen in der damaligen Ukraine und dem Leben in der Sowjetunion.  

Meiner Meinung nach zahlt sich die Tour deswegen auf jeden Fall aus. 

Du siehst einen außergewöhnlichen Ort, den es sonst nirgendwo auf der Welt gibt.

Tschernobyl lässt sich außerdem gut mit einer Städtereise verbinden. In der ukrainischen Hauptstadt Kiew gibt es genug Sehenswürdigkeiten für 2 bis 3 Tage. 

Die " Ab Kiew: Tagesausflug nach Tschernobyl Sperrzone mit Prypjat " Tour kann ich dafür auf jeden Fall empfehlen. 

Sie hat meiner Meinung nach gut funktioniert.

Zum Schluss bist du noch an der Reihe:

Warst du schon in Tschernobyl oder planst du eine Reise?

Was denkst du von der Sperrzone? Fehlen noch Informationen in meinem Beitrag?

Lass es mich unten in den Kommentaren wissen.

sperrzone tschernobyl tour

Thomas Mooslechner

Hi, ich bin Thomas. Ich reise jedes Jahr in mehr als 20 Länder. Hier teile ich meine Erfahrungen mit Reisen, Tipps zu Travel Hacking mit Kreditkarten und buche für dich mit einer individuellen Beratung deine nächste Reise.

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Deine Meinung zählt

Danke für diesen sehr informativen und bildlich dokumentierten Bericht. Eine Korrektur hätte ich da. Die Werte deines Dosimeters zeigen keine Millisievert, es handelt sich um Mikrosievert (ein Mikrosievert ist 1000tel Millisievert). Zu erkennen am Kürzel hinter der Zahl „µSvh“ (Mikrosievert pro Stunde). Bei Millisievert stünde da „mSvH“. Deine gemessenen Werte wären im Millisievert Bereich bei einem mehrstündigen/mehrtägigen Aufenthalt krankenhausreif.

Als Beispiel, Wir nehmen pro Jahr zwischen 0,5 und 1,5 Millisievert Umweltstrahlung auf, je nach Wohnort. Rechnet man Röntgenbilder, CT´s, medizinische Untersuchungen oben drauf, kommt man auf ca. 2,1 Millisievert pro Jahr in unbelasteten Wohngegenden. Im Gebirge deutlich höher. Am Beispiel der Sperrzone: normale Umweltstrahlung pro Stunde schwankt je nach Wohnort bei 0,03 und 0.08 Mikrosievert, in der Zone liegt der Wert an ungefährlichen Orten bei 0,12 bis 0,25 Mikrosievert pro Stunde. Alles in allem keine Bedrohung. Nehmen wir das „Handschuhfragment oben im Bild“ als Beispiel. Wenn dort 500 Mikrosievert/h gemessen werden, hat der Körper bei einer 24h Verweildauer in nächster Nähe eine Strahlendosis von 12000 Mikrosievert(12 Millisievert) aufgenommen. Würde man ein Jahr lang daneben stehn, wären das 4,4 Sievert inklusive Grabstein. Eine direkte Messung am Handschuh für ein paar Sekunden ist vielleicht nicht ratsam aber auch nicht brandgefährlich. Man sollte diese Dinge aber aber generell nicht anfassen.

Danke auch für die Informationen rund um den Reiseanbieter und die enthaltenen Leistungen.

Hallo Carsten,

danke für deine Nachricht und den Hinweis.

Den Mikro- und Millisivertfehler tausche ich gleich aus.

Danke für diesen tollen Bericht :). Was würdest du sagen, würde es sich lohnen mehr als nur einen Tag die Zone zu besuchen oder sagst du man erlebt an einen Tag mehr als genug? Ich bin gerade am überlegen welche Art von Tour ich mir buchen soll

Hallo Fritz,

kommt auf dein Interesse an der Sache an.

Zwei Tage zahlen sich mit allen zusätzlichen Orten schon aus, die du sehen kannst. In den mehrtägigen Touren ist zum Beispiel meistens ein Besuch im Kontrollzentrum von Reaktorblock 4 dabei.

Zusätzlich schläfst du in einem Hotel in der Zone.

Falls dich das interessiert, sind die zwei- bis dreitätigen Touren interessant.

Ich glaube es wäre gut 2 Tage zu nehmen

An 2 Tagen siehst du deutlich mehr.

Und du hast eine Nacht im Hotel in der Sperrzone dabei. Willst du einmal möglichst viel sehen, würde ich mir das Erlebnis nicht entgehen lassen. Aber momentan geht leider gar nichts.

Wird ja leider für unbestimmte Zeit nicht mehr möglich sein 🙁

Hätte mir das sehr gerne mal angesehen.

Hallo Stefan,

leider ja. Ich hoffe, in der Ukraine ist bald wieder Ruhe.

Es ist viel zu viel passiert im Land in den letzten Jahrzehnten.

Wie viel kostet so eine ganze Führung und Flug und sowas zusammen ungefähr?

Würde mich über eine Antwort freuen Danke!

Hallo Alexander,

ich habe damals in 2020 pro Person im Februar rund 100 € bezahlt, 90 € oder 120 € oder so waren es glaube ich genau.

Steht das nicht im Artikel?

Es war auf jeden Fall relativ günstig im internationalen Vergleich, aber eher teuer für die Ukraine.

Wegen des Krieges sind momentan aber keine Führungen nach Tschernobyl möglich.

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sperrzone tschernobyl tour

Wild East Reiseblog Osteuropa

Sperrzone Tschernobyl – Kompletter Guide für einen Besuch

Martin Kaule Wild East

  • Gepostet am 25. April 2021
  • und zuletzt geändert am 5. August 2022
  • , in: Ukraine

Inhaltsverzeichnis

Der Reaktorunfall von Tschernobyl gilt bis heute als schlimmste Nuklearkatastrophe der Welt. Er setzte eine riesige Menge an radioaktivem Material in die Atmosphäre frei und vergiftete die Landschaft rund um den Reaktor. Die Sperrzone Tschernobyl, die sich 30 Kilometer um den Unglücksreaktor zieht, ist ein radioaktives Ödland. Auf Touren von Kiew aus in die Sperrzone von Tschernobyl können Besucher in den Geisterstädten der Gegend sehen, wie die Sowjetunion erhalten wurde. Organisierte Touren bringen Touristen dorthin, um zu erkunden, was von diesem versunkenen Land übrig geblieben ist. Dieser Artikel erklärt, was während des Unfalls geschah, stellt die Tschernobyl Sperrzone und ihre besten Sehenswürdigkeiten vor und zeigt viele Details über Touren nach Tschernobyl.

Bedeutung des Namens

Für die einen ist es ein Zeichen Gottes, den anderen ist es ein seltsamer Zufall. Doch der Name Tschornobyl ist im Ukrainischen das Wort für den biblischen Stern Wermut. Über dieses Stern heißt es in der Offenbarung Psalm 8:10, 11: „Und der dritte Engel posaunte: und es fiel ein großer Stern vom Himmel, der brannte wie eine Fackel und fiel auf den dritten Teil der Wasserströme und über die Wasserbrunnen.

Und der Name des Sterns heißt Wermut. Und der dritte Teil der Wasser ward Wermut; und viele Menschen starben von den Wassern, weil sie waren so bitter geworden.“ Für viele Gläubige ist dies ein göttliches Zeichen. In ihren Augen wollte Gott die gottlose Sowjetunion zerstören. Ob man nun daran glaubt oder nicht: das Reaktorunglück von Tschernobyl hat tatsächlich erheblich zum Zusammenbruch der Sowjetunion beigetragen.

Tschernobyl Sperrzone

Entscheidung für das Kernkraftwerk Tschernobyl

1969 beschloss der Ministerrat der Sowjetunion den Bau von zwei RBMK- 1000-Reaktoren am Standort Tschernobyl. Die 1000 steht dabei für 1000 Megawatt elektrische Leistung. Damit wurde die Region nördlich der Hauptstadt Kyjiw der Ukrainischen Sozialistischen Sowjetrepublik zum dritten Standort dieses Reaktortyps und zum ersten Standort eines Kernkraftwerks in der Ukraine.

Vor allem die Nähe zur Millionenstadt Kyjiw bei gleichzeitig relativer Randlage des Reaktor und die Lage am Fluss Prypjat ließen die Entscheidung auf diese Region fallen. Obwohl die Schwachstellen der RBMK-Reaktoren bekannt waren, überwogen gegenüber den Wasser-Wasser-Energie-Reaktoren (WWER) mit Druckbehälter die geringeren Bau- und Unterhaltskosten und die dadurch um etwa 15 Prozent geringeren Stromerzeugungskosten, eine einfache Skalierbarkeit und eine bis dahin relative Störunanfälligkeit.

Bauprojekt und Ansiedlung der Bewohner aus allen Teilen der Sowjetunion

Nachdem die ersten beiden Reaktoren im Bau waren, wurde eine Erweiterung um vier weitere Blöcke beschlossen. Nach der Inbetriebnahme von Block 1 im Jahre 1978 folgten die drei weiteren 1979, 1982 und 1984. Für den Bau des Kraftwerks und der Stadt wurden zwar mitunter viele Einheimische gewonnen, die meist Ukrainisch sprachen. Unter den Ingenieuren und Kraftwerksmitarbeitern waren vor allem zu Beginn jedoch viele aus anderen Unionsrepubliken, vor allem aus der Russischen SSR. Das Zusammentreffen der Russen und Ukrainer war nicht immer konfliktfrei. Diese Gegensätze werden ausführlich im Buch “Tschernobyl” des Historikers Serhiy Plokhy* beschrieben, das zu den besten Werken über das Reaktorunglück gehört. Dennoch schafften es die Bautrupps das Kraftwerk und die angrenzende Stadt Prypjat planmäßig fertigzustellen.

Kontrollzentrum Reaktor 1 Tschernobyl Atomkraftwerk

Betrieb des Kernkraftwerks Tschernobyl

Durch die bauartbedingten Nachteile des Reaktordesigns der RBMK-Reaktoren blieb es bis 1986 bei 17 in Dienst gestellten Reaktoren in der Sowjetunion, 4 davon in Tschernobyl. In Hochzeiten arbeiteten in allen 4 Blöcken des Kernkraftwerks Tschernobyl bis zu 9000 Menschen. Da die Blöcke 1, 2 und 3 auch nach der Katastrophe wieder ans Netz gingen, sank die Zahl der Beschäftigten nur langsam.

Erst am 15.12.2000 endete der kommerzielle Betrieb des Kraftwerks mit der Abschaltung von Block 3. Seitdem sind noch immer etwa 2000 Menschen mit Überwachungs-, Wartungs- oder Rückbauarbeiten vor Ort beschäftigt. Die Arbeiter pendeln täglich zwischen ihrem Wohnort (Slawutytsch) und dem Kraftwerk oder nächtigen in der Siedlung Tschornobyl, die außerhalb der 10-Kilometer- Zone liegt.

Mosaik in Prypjat in der Sperrzone Tschernobyl

Leben in Prypjat

Unweit des Atomkraftwerks Tschernobyl wurde ab 1970 die Stadt Prypjat aufgebaut. Wie in anderen Bauprojekten der Zeit erfolgte die Errichtung vornehmlich in Blockbauweise, also aus vorgefertigten Betonplatten oder wie in den Fällen der öffentlichen Bauten in Stahlskelettbauweise. Dafür wurde eigens ein Betonplattenwerk in der Stadt errichtet. Prypjat konnte seine Bewohner alle Annehmlichkeiten der damaligen Zeit bieten: Kulturhäuser, ein Kino, Schwimmhallen, ein Kaufhaus und ein großes Fußball- bzw. Sportstadion, sollte 1986 eröffnet werden.

Und schließlich hatten alle Wohnungen modernen Komfort mit Innentoiletten, Warmwasser und praktisch keinen Stromausfällen – zur damaligen Zeit in der Sowjetunion keine Selbstverständlichkeit. Die gut bezahlten Arbeitsplätze im Kraftwerk und eine Wohnung in Prypjat waren daher extrem begehrt. Am 26. April 1986, dem Tag des Unglücks, wohnten etwa 50.000 Menschen in der Stadt Prypjat, darunter ca. 15.000 Kinder. Mit Fertigstellung der Blöcke 5 und 6 sollte die Einwohnerschaft noch einmal um ca. 30.000 Personen ansteigen. Doch dazu kam es nicht mehr.

Tschernobyl Sperrzone

Der Unfall im Kernkraftwerk Tschernobyl

Auch wenn die Sicherheitssysteme und Hilfsanlagen der ersten beiden Generationen der RBMK-Reaktoren theoretisch immer weiter verbessert wurden, kam es durch einen Bedien- und Konstruktionsfehler bei einem Test in der Nacht vom 25. auf den 26. April 1986 zu einer verheerenden Kernschmelze. Um die Kernreaktion zu stoppen wurden die Brennstäbe mit Graphitspitzen in den Reaktor eingefahren. Doch statt die Reaktion zu bremsen, geriet diese völlig außer Kontrolle. Der Reaktorkern explodierte und zerstörte die umliegenden Anlagen nahezu vollständig. Das Unglück gilt bis dato als größter Atomunfall der Geschichte.

Atomenergie Tschernobyl

Die unmittelbaren Folgen der Reaktorkatastrophe

Die Reaktorkatastrophe hatte weitreichende Folgen. Dazu zählten sowohl die unmittelbaren Folgen, wie eine riesige Aufräumaktion, als auch Langzeitfolgen, wie die Krebserkrankungen viele Anwohner der Region. Historiker gehen sogar davon aus, dass die Beseitigung der Schäden und die Hilfen für die Geschädigten erheblich zum Zusammenbruch der Sowjetunion beigetragen haben.

Aufräumaktion

Die Schäden an Block 4 und in der Umgebung wurden in den folgenden Jahren (bzw. Jahrzehnten) versucht zu beseitigen, das umliegende Gebiet wurde in eine gesperrte Zone eingeteilt. Einige Areale werden noch Jahrzehnte so stark kontaminiert bleiben, dass eine Besiedlung und Nutzung dort nicht zu erwarten ist. Schätzungen gehen davon aus, dass die Sperrzone frühestens in ein paar tausend Jahren wieder bewohnbar sein wird. Die landwirtschaftlichen Flächen sind ebenfalls unbrauchbar.

Prypjat Schwimmhalle

Evakuierung

36 Stunden nach dem Reaktorunfall wurde die Stadt Prypjat binnen zweieinhalb Stunden mit mehr als 1000 Bussen vollständig evakuiert. Da man zunächst von einer 3-tägigen Abwesenheit ausging, hatten die Bewohner nur die nötigsten Dinge dabei. Auch wenn in der Stadt umfangreiche Dekontaminierungsmaßnahmen umgesetzt wurden, wurde eine Rückkehr in die Stadt nicht gestattet und Prypjat letztendlich aufgegeben.

Einige Gebäude wie die Schwimmhalle, erfuhren in der Zeit der Koordinierung der Dekontamination der verstrahlten Zone eine kurzzeitige Nachnutzung. Wenige Tage nach der Evakuierung sollte ursprünglich ein Freizeitpark zu Ehren des 1. Mai eröffnet werden, dazu ist es nie gekommen. Seitdem stellt das Ensemble mit Riesenrad und weiteren Fahrgeschäften ein eindrückliches Mahnmal für die immanenten Gefahren der zivilen Nutzung der Atomkraft dar.

sperrzone tschernobyl tour

Einrichtung der Sperrzone Tschernobyl

Die sowjetischen Behörden legten fest, dass die Sperrzone um den verunglückten Reaktor 30 Kilometer umfassen sollte. 2.600 Quadratkilometer wurden dadurch gesperrt. Eine Fläche so groß wie das Saarland oder Luxemburg. Prypjat wurde bereits 36 Stunden nach dem Unglück evakuiert. Am 2. Mai 1986, eine Woche nach der Explosion des Blocks 4 des Kraftwerks, wurden die letzten der noch verbliebenen Familien in Busse gesetzt und in weiter entfernte Orte verbracht. Alle Einwohner dieser Zone wurden umgesiedelt. Das betraf mehr als 116.000 Menschen.

Erst Jahre später erhielten viele von ihnen eine neue Heimat in Slawutytsch. Die Lage des Ortes Tschornobyl außerhalb der strenger abgeschirmten 10-Kilometer-Zone, wozu Prypjat gehört, führte dazu, dass dort viele Gebäude saniert wurden. Heute leben hier offiziell nur zeitweise Arbeiter und Beschäftigte des Kernkraftwerks, Angehörige der Polizei und Feuerwehr sowie weitere für den Unterhalt und die Sicherheit des Kraftwerks notwendige Arbeiter. Waldbrände oder widrige Wetterbedingungen stellen auch heute noch eine große Gefahr für die Sicherheit in der gesperrten Zone dar.

Abschaltung der verbliebenen Reaktoren

Kaum zu glauben, aber die sowjetische Regierung fuhr nach dem Unglück in Reaktor 4 und nach dem Abschluss der folgenden Aufräumaktion die Reaktoren 1, 2 und 3 wieder hoch. Die Sowjets gingen davon aus, dass die Strahlenbelastung für die Mitarbeiter nicht so hoch sein würde. Erst als die Europäische Union der Ukraine 1995 ein konkretes Unterstützungsangebot zur Abschaltung der Reaktoren gemacht hatte, wurde die verblieben drei Reaktoren bis zum Juni 2000 nach und nach vom Netz genommen. Seitdem gibt es in der Ukraine keine laufenden Reaktoren des Typs RBMK mehr.

Schutzhülle des Reaktor 4 in der Tschernobyl Sperrzone

Bau einer Schutzhülle für den verunglückten Reaktor

Bereits in den Monaten nach dem Reaktorunglück wurde eine erste Schutzhülle für den zerstörten Block 4 gebaut. Dieser sollte einen provisorischen Schutz für das Gebäude bieten, damit keine weiteren Partikel aus dem Unglücksreaktor in die Umwelt gelangen konnten. Experten schätzen, dass noch 150 bis 180 Tonnen hochradioaktives Material im Reaktor stecken. Da auch diese Schutzhülle über die Jahre immer brüchiger wurde, musste eine neue Lösung her.

Von 2010 bis 2016 wurde eine neue Schutzhülle für den Reaktor gebaut, die zunächst daneben entstand und dann auf Gleisen über den alten Sarkophag geschoben wurde. Seit 2019 ist sie offiziell in Betrieb und ziert bereits viele Fotos von Besuchern der Sperrzone Tschernobyl. Sie soll die Umgebung mindestens 100 Jahre vor der Strahlung aus dem Reaktor schützen.

Bauruine Reaktor 5 und 6 in der Sperrzone Tschernobyl

Baustopp für die Blöcke 5 und 6 sowie weitere Atomkraftwerke

Als eine der wichtigsten Folgen des Reaktorunglücks von Tschernobyl gilt, dass der Bau weiterer Atomkraftwerke gestoppt wurde. Auch in Tschernobyl selbst sollten noch zwei weitere Reaktoren entstehen. Die Bauruine für Reaktor 5 kann heute ebenfalls besichtigt werden. Block 5 war beinahe fertiggestellt und sollte bereits im Herbst 1986 in Betrieb gehen. Block 6 war zur Hälfte fertiggestellt. Der Bau wurde zwar zunächst weiter vorangetrieben musste jedoch 1988 wegen zu hoher Strahlung abgebrochen werden. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion wurden die Pläne zum Weiterbau von der ukrainischen Regierung endgültig aufgegeben.

Ursprünglich sollten auf dem Gebiet der Sowjetunion 26 RBMK-Reaktoren errichtet werden. Doch die Tschernobyl-Katastrophe stoppte nicht nur den Bau der zwei weiteren Blöcke am Standort selbst, sondern auch alle weiteren Bauprojekte wurden ab Ende der 1980er Jahre eingestellt. So wurde auch in der Ukraine das Projekt für ein Atomkraftwerk bei Odesa sowie ein weiteres auf der Krym komplett aufgegeben. In Russland laufen die RBMK-Reaktoren bis heute weiter. Die Abschaltung des letzten RBMK-Reaktors ist erst für 2034 geplant.

Sehenswürdigkeiten in der Tschernobyl Sperrzone

Bei den meisten Besuchen der Tschernobyl Sperrzone fahren die Touren zu unterschiedlichen Orten. Oft hängt es auch von den Wünschen der Teilnehmer und von den Möglichkeiten ab, da mitunter Ministerbesuche anstehen oder es kurz zuvor einen Vorfall gab, woraufhin die Touren der Situation entsprechend geändert werden. Damit ihr die besten Spots für euch seht, ist es daher praktisch, wenn ihr die besten Sehenswürdigkeiten in der Sperrzone Tschernobyl schon vorher kennt. Wir haben sie deshalb schon mal für euch gelistet.

Fenster Reaktor Tschernobyl

Ruine von Reaktor 4 und Sarkophag

Der Reaktor 4 ist die wichtigste Sehenswürdigkeit in der Sperrzone von Tschernobyl. Hier geschah das Unglück über das die Welt besonders seit der Ausstrahlung der HBO-Serie Chernobyl wieder mehr weiß. Das Reaktorgebäude selbst liegt innerhalb der Schutzhülle. Besonders mutige Besucher können jedoch auf speziellen Touren das Kontrollzentrum von Reaktor 4 besuchen. Dies ist der Originalschauplatz, an dem sich viele der verhängnisvollen Entscheidungen, wie die des Chefingenieurs Anatoli Diatlow abspielten. Hier lag auch der berühmte Notfallknopf AS-5 dessen Auslösung zur Explosion führte. Wem das zu unheimlich ist, der kann auch die Kontrollräume des Reaktor 1 besuchen, der baugleich und in wesentlich besserem Zustand ist.

Neuer Sarkophag des Reaktors in der Sperrzone Tschernobyl

Auf jeder Tagestour gibt es einen Stopp am Denkmal vor dem Reaktor 4. Hier könnt ihr Fotos auch vor dem Hintergrund der neuen Schutzhülle machen und erhaltet viele Informationen rund um das Reaktorunglück. Ruinen Reaktor 5 und 6 mit Kühlteich

sperrzone tschernobyl tour

Da der Bau von Reaktor 5 und 6 abgebrochen wurde, stehen die Bauruinen der Blöcke bis heute wie im damaligen Zustand an Ort und Stelle. Besonders der Kühlturm des Blocks 5 ist beeindruckend und bietet euch interessante Einblicke. Die Baukräne haben schon lange nichts mehr bewegt und zeigen auch, dass die Regierung der Sowjetunion durchaus noch plante, den Reaktor fertig zu bauen.

Blick auf die Geisterstadt Prypjat in der Tschernobyl Sperrzone

Geisterstadt Prypjat

Ein Besuch der heutigen Geisterstadt Prypjat ist ein beeindruckendes Erlebnis. Seit mehr als 30 Jahren stehen die Gebäude leer und die Natur erobert sich Stück für Stück die bebauten Flächen zurück. Fast 50.000 Menschen lebten hier am Tag des Reaktorunfalls. Heute ist Prypjat eine Geisterstadt. Je nach gebuchter Tour finden nur kurze Stippvisiten oder längere Aufenthalte hier statt. Aber Vorsicht! Das Betreten der Gebäude ist nicht gestattet. Die Guides der Tourfirmen sollen zwar niemand in die Gebäude lassen, doch de facto sind viele Gäste in den Gebäuden unterwegs.

Ortseingangsschild Prypjat

Willkommensschild

Auf dem Weg in die Stadt Prypjat halten alle Touristenbusse am Ortseingangsschild der Stadt Prypjat. Das modernistische Schild, das das Gründungsjahr 1970 und den Namen der Stadt zeigt, ist das ultimative Souvenirfoto für alle Besucher der Zone.

Emblem der KPdSU in Prypjat

Hochhäuser in Prypjat

Am schönsten bei einem Besuch in Prypjat ist der Blick von den Balkonen und Dächern eines der Hochhäuser. Bis zu 16 Stockwerke ragen die Gebäude in den Himmel über der Geisterstadt. Eines davon trägt bis heute ein riesiges Emblem der Kommunistischen Partei der Sowjetunion. Von hier könnt ihr direkt auf den Reaktor schauen, der nur fünf Kilometer von der Stadt entfernt steht.

Kulturpalast Energetik in der Sperrzone Tschernobyl

Kulturpalast Energetik und Hotel Polissya

Am Zentralen Platz der Stadt steht der Kulturpalast Energetik, der als Veranstaltungshaus für die Arbeiter und Bewohner der Stadt gebaut wurde. Hier fanden alle möglichen Kulturveranstaltungen statt. Der Bogen, der sich zwischen dem Kulturpalast und dem Hotel Pollisya spannt, ist eines der bekanntesten Wahrzeichen der Stadt.

SB-Supermarkt

Ebenfalls am Zentralen Platz steht der einstige Supermarkt von Prypjat. Solche Einrichtungen gab es selbst in den 1980er-Jahren in der Sowjetunion nur selten. Hier konnten die Bewohner sich selbst in den Regalen bedienen und beim herausgehen bezahlen. In der Sowjetunion, wo man meist in Läden mit einer Theke einkaufte, war dies ein echtes Novum. Dass es in Prypjat einen Supermarkt gab, zeigt auch, welchen Stellenwert die Stadt mit ihrem Atomkraftwerk hatte.

Riesenrad im Vergnügungspark von Prypjat in der Sperrzone Tschernobyl

Vergnügungspark

Ein weiteres Symbol für Prypjat ist der Vergnügungspark mit dem Riesenrad, einem Autoscooter und anderen kleinen Karussellen. Er ist einer der tragischsten Schauplätze der Nuklearkatastrophe und ihrer Folgen, denn eröffnet werden sollte der Rummel am 1. Mai 1986. Er ging also nie in Betrieb und kein Kind ist jemals offiziell auf dem Riesenrad gefahren. Vorsicht hier auch: Die Gondeln des Riesenrades sind hochgradig verstrahlt.

Stadion Avangard Prypjat

Stadion Avangard

Neben dem Vergnügungsparlk sollte auch das Stadion Avangard am 1. Mai 1986 öffnen. Hier sollten folglich Spiele des Prypjater Fußballclubs FK Budivelnik (Russ. Stroitel) Prypjat stattfinden. Das erste Spiel vor bis zu 5.000 möglichen Zuschauern war für den 9. Mai 1986 gegen Schachtar Oleksandria geplant. Auch dazu kam es nicht. Heute ist die Rasenfläche ein kleines Waldstück und die Tribünen und Nebengebäude verfallen immer weiter.

Flusshafen Prypjat

Flusshafen mit Schnellfähren

Um in die Republikshauptstadt nach Kyjiw zu kommen gab es bis zur Katastrophe von Tschernobyl neben Bus- und Bahnverbindungen sogar die Möglichkeit mit einem Schnellboot über die Flüsse Prypjat und Dnipro zu fahren. Die Fahrt dauerte ebenfalls zwei Stunden und pendelte zwischen den Flusshäfen von Kyjiw und Prypjat mit mehr als 60 Stundenkilometern. In Prypjat stiegen die Passagiere am Flusshafen aus, der heute zu den Anlaufpunkten auf den meisten Touren gehört. Von hier habt ihr auch einen schönen Blick auf den Frachthafen mit seinen Lastkränen.

Kindergärten und Schulen in Prypjat

Insgesamt gab es 20 Kindergärten und Schulen in Prypjat von denen bereits einige eingestürzt sind. Doch in manche der Schulen könnt ihr bei einer Tour hinein und euch die Unterrichtsräumen anschauen. In einigen Gebäuden gibt es noch Mobiliar und alte Lehrbücher zu sehen. In manchen hängen gar noch Schautafeln zur Ermahnung der Pioniere an der Wand.

Jupiter-Fabrik Tschernobyl

Jupiter-Fabrik

In der Jupiter-Fabrik wurden vor allem Komponenten für Kassettenrekorder hergestellt. Gerüchten nach sollen hier auch Bauteile für militärisches Gerät hergestellt worden sein. Nach dem Reaktorunfall und der Einrichtung der Sperrzone Tschernobyl wurde die Fabrik in viel kleinerem Rahmen für Tests von Dekontaminierungsmaßnahmen genutzt. Auf dem Fabrikgelände stehen zudem noch einige alte Fahrzeugwracks.

Tschernobyl Sperrzone Prypjat Feuerwehr

Feuerwehrstation

In der Feuerwehrstation von Prypjat waren die Feuerwehrmänner angesiedelt, die unmittelbar nach der Reaktorkatastrophe den Brand im Reaktor versuchten zu löschen. Viele der Feuerwehrmänner wurden dabei riesigen Strahlendosen ausgesetzt, die letztlich zu ihrem Tod führten.

Krankenhaus mit Schutzausrüstung

Viele der Verstrahlten, zu denen auch der aus der Tschernobyl-Serie bekannte Feuerwehrmann Wassil Ignatenko, der hier erstbehandelt wurde, bevor man ihn und fünf seiner Kameraden sowie weitere Opfer der radioaktiven Strahlung in eine Spezialklinik nach Moskau flog. Der Keller der Klinik wurde mittlerweile versiegelt, denn hier lagern Ausrüstungsgegenstände der Ersthelfer der Katastrophe, die von Touristen und den illegal in der Zone reisenden Stalkern immer wieder aufgesucht wurden.

Brücke des Todes

Eine weitere Sehenswürdigkeit aus der Serie ist die Brücke des Todes, die über die Eisenbahnstrecke führt. In der Serie Chernobyl wird gezeigt, wie Passanten von hier auf das Kraftwerk schauen, während aus der Ruine des Reaktors eine blaue Flamme aufsteigt. Es wird behauptet, dass dadurch viele Menschen hochgradig verstrahlt wurden und daraufhin an der Strahlenkrankheit gestorben sein sollen. Diese Berichte sind jedoch nicht belegt. Dennoch ist die Brücke ein berühmtes Fotomotiv.

Engel von Tschernobyl

Stadt Tschornobyl

Nicht selten werden die beiden Städte Tschornobyl und Prypjat miteinander verwechselt. Schließlich erhielt das Kraftwerk den Namen der bereits bestehenden Stadt. Prypjat, das aber die eigentliche Siedlung für die Kraftwerksmitarbeiter und ihre Familien war, liegt jedoch viel näher am Kraftwerk. Die Stadt Tschornobyl war jedoch schon vorher die Kreishauptstadt des Rajons Tschornobyl.

Auch sie liegt in der Sperrzone Tschernobyl, jedoch nicht in der 10-Kilometer-Zone, weshalb die Stadt bis heute von Arbeitern während ihrer Arbeitswochen bewohnt wird. In der Stadt wurden zudem auch einige Denkmäler errichtet und viele Gebäude werden weiterhin saniert, weswegen Tschornobyl nicht so eine Geisterstadt ist wie Prypjat.

sperrzone tschernobyl tour

Tschornobyl wurde erst am 2. Mai evakuiert, ist aber seitdem ebenfalls für reguläre Bewohner gesperrt. In der Stadt gibt es jedoch einige Sehenswürdigkeiten. Das Denkmal für Diejenigen, die die Welt gerettet haben erinnert an die Liquidatoren die die Region nach der Katastrophe gesäubert haben. Ein Friedhof der aufgegebenen Dörfer erinnert an all die kleinen Gemeinden, die wegen des Atomunfalls heute in der Sperrzone Tschernobyl liegen und damit unbewohnbar sind. Fast jeder Besuch führt zudem zur Kantine in der es typisch ukrainisches Kantinenessen während der Tagestour gibt.

Der sogenannte Rote Wald ist einer der verseuchtesten Orte in der Sperrzone Tschernobyl. Denn nach der Explosion im Reaktor und dem anschließenden Feuer wurden große Mengen radioaktive Teilchen mit dem Wind verteilt. Da der Wind gerade in die Richtung eines nahen Waldstückes zeigte wurde der Wald besonders stark verstrahlt. Auch heute noch ist dies deutlich spürbar, wenn bei einer Durchfahrt der nebenliegenden Straße plötzlich alle mitgebrachten Geigerzähler anfangen zu piepen. Experten raten von einem Aufenthalt im Red Forest dringend ab.

Fahrzeugwrack Tschernobyl Sperrzone

Technikfriedhöfe

Viel der Technik, vor allem Feuerwehrfahrzeuge und Kräne und auch teure Roboter, die für die Aufräumarbeiten eingesetzt wurden, mussten anschließend entsorgt werden. Das meiste davon wurde zu Schrottplätzen gebracht, die zum Teil in den dürftigen 1990er-Jahren geplündert wurden. Bis vor ein paar Jahren konnten Besucher noch zu den Technikfriedhöfen, mittlerweile hat die ukrainische Regierung sie jedoch wegen zu hoher Strahlenbelastung gesperrt.

Kopatschi Sperrzone Tschernobyl

Dörfer in der Tschernobyl Sperrzone

Dutzende Dörfer in der Sperrzone wurden wegen der Nuklearkatastrophe aufgegeben. Die meisten davon erhalten so gut wie keine Besucher. Die Ausnahme ist das Dorf Kopatschi das an der Strecke vom Checkpoint Dityatki am Eingang zur 30km-Zone liegt und dem Kraftwerk. Alle Häuser des Dorfes wurden nach der Einrichtung der Sperrzone abgerissen. Nur ein Kindergarten und ein Denkmal für die Soldaten des Zweiten Weltkriegs stehen noch. Sie sind bei den meisten Touren der erste Stopp auf dem Weg zum Kraftwerk.

Duga Radar Tschernobyl Sperrzone

Duga-Radar mit Station

Die Radarstation Duga, auch als Woodpecker oder Specht bekannt, liegt mitten im Wald, etwa 10 Kilometer (6 Meilen) südlich des Kernkraftwerks Tschernobyl. Die riesige Antenne ist ein Überhorizontradar mit dem die Sowjets im Falle eines eingehenden nuklearen Angriffs die Raketen entdecken wollten, um so umgehend einen Vergeltungsschlag durchführen zu können. Die bis zu 150 Meter hohen Antennen stehen bis heute und bei Besuchen in der Sperrzone Tschernobyl ist ein Stopp hier ein Muss.

Tschernobyl Sperrzone

FAQ zur Tschernobyl Sperrzone

Ein Besuch in der Sperrzone ist nur über geführte Touren möglich. Dennoch wollen wir euch hier einige der wichtigsten Fragen rund um einen Besuch im Sperrgebiet erklären.

Kann man Tschernobyl besuchen?

Die gesperrte Zone rund um Tschernobyl kann auf festgelegten Routen mit einem lizenzierten Guide besichtigt werden. Unterschiedliche Varianten führen etwa in die verlassene Geisterstadt Prypjat, über das Gelände des riesigen DUGA-Radar oder durch die Stadt Tschornobyl selbst.

Ist ein Besuch in Tschernobyl sicher?

Beim Eintritt in die 30-Kilometer-Zone werdet ihr über alle Verhaltensregeln informiert. Darunter fallen etwa: innerhalb der Zone darf nichts berührt, ausgebuddelt oder aufgehoben werden. Bei der Einhaltung dieser Regeln ist ein Besuch der gesperrten Zone sicher.

Wie in die Ukraine reisen?

Mehrere Airlines fliegen nach einem regelmäßigen Flugplan von unterschiedlichen deutschen Flughäfen in die Ukraine. Daneben sind Lemberg und Kyjiw auch mit einem Linienbus zu erreichen.

Wie nach Tschernobyl reisen?

In Kyjiw haben sich zahlreiche Unternehmen auf einen Besuch der gesperrten Zone mit Touristen spezialisiert haben. Der in Berlin ansässiger Reiseveranstalter Tschernobyl entdecken! organisiert seit mehr als 10 Jahren Tages- und Mehrtagesreisen in die gesperrte Zone.

Kann man Tschernobyl ohne Guide besuchen?

Ein Besuch der gesperrten Zone ist nur mit einem lizenzierten Guide möglich. Es gibt zwar sogenannte Stalker, die die Zone illegal besuchen. Das wird jedoch seitens der Behörden bestraft und ist zudem gefährlich, da es in der Sperrzone weiterhin stark verstrahlte Gebiete gibt.

Kosten einer Tschernobyl Tour

Die Kosten für eine Exkursion in die gesperrte Zone variieren je nach der organisierten Gruppengröße des Veranstalters. Tagestouren beginnen bei 99 Euro pro Person und 2-Tagestouren liegen bei 279 Euro Je kleiner die Gruppe, desto höher das Erlebnis aber auch der jeweilige Reisepreis.

Wie lange in Tschernobyl bleiben?

Für einen ersten Eindruck genügt eine Tagesexkursion in die gesperrte Zone. Für Fans von Lostplaces die möglichst viel entdecken und fotografieren wollen, sollten mindestens zwei Tage eingeplant werden.

Strahlung in der Sperrzone Tschernobyl

Brauche ich einen Geigerzähler?

Bei fast allen Veranstaltern kann ein persönlicher Geigerzähler optional zu den Tourkosten dazu gebucht werden. Für einen Besuch ist er nicht notwendig. Dennoch ist es interessant zu sehen, wie hoch die Strahlung an manchen der Orte in der Sperrzone Tschernobyl ist.

Wie in Tschernobyl kleiden?

Sommer wie Winter darf die gesperrte Zone nur mit langer Kleidung besichtigt werden. Da ihr euch während der Tour viel außerhalb der Fahrzeuge aufhalten werdet, solltet ihr immer auf einen Wetterwechsel eingestellt sein. Falls ihr die Zone im Winter besucht, bedenkt, dass die Temperaturen von November bis in den April bis zu -25 Grad sinken können. Zieht euch also besonders warm an in diesen Monaten und schaut auf den Wetterbericht.

Leben in, um und mit Tschernobyl heute

Der Reaktorunfall hat das Leben vieler Hunderttausender Menschen bleibend verändert. Die ganze heutige Sperrzone Tschernobyl wurde entvölkert. Nur wenige Menschen kehrten illegal zurück. Und auch die, die nur kurz in der Sperrzone waren, leiden zum Teil bis heute noch darunter.

Die illegalen Rückkehrer – Die Babuschkas von Tschernobyl

Über 110.000 Menschen musste durch das Reaktorunglück ihre Heimat verlassen. Und auch wenn die Stadt Prypjat erst 1970 gegründet worden war, so gab es in der Umgebung über 100 Dörfer, die ebenfalls evakuiert wurden. Hier lebten viele Menschen, die ihr ganzes Leben in dieser Region verbracht hatten. Nicht wenige fanden sich in ihren neuen Wohnungen, so sie denn überhaupt welche vom sowjetischen Staat zugewiesen bekamen, nicht zurecht. Daher kehrten mit der Zeit immer mehr von den einstigen Bewohnern in die Sperrzone Tschernobyl zurück.

Heute sollen mindestens wieder um die 600 Personen dauerhaft in der Sperrzone leben. Da es meist alte Menschen sind, die nicht weg wollen, werden sie von den ukrainischen und belarusischen Behörden toleriert. Einige der Bewohner haben sogar ein wenig Berühmtheit erlangt. Die sogenannten Tschernobyl Babuschkas (eigentlich Tschornobyl Babtsias) wurden für eine Dokumentation begleitet. Auch der Youtuber Bald and Bankrupt erlangte einige Bekanntheit, weil er einige der Rückkehrer im belarusischen Teil der Sperrzone besuchte.

Die Liquidatoren – Helfer in der Not

Die Liquidatoren waren die Helden der Nuklearkatastrophe von Tschernobyl. Sie räumten nach dem Unfall auf und beseitigen viele der akuten Schäden, oft unter Einsatz ihres Lebens. Zu den bekanntesten Liquidatoren gehören vor allem die Soldaten und andere, die auf das Dach des Reaktors stiegen, um den Schutt herunter zu schieben. Sie durften nur 40 Sekunden dort verbringen, um nicht zu stark verstrahlt zu werden. Doch auch Feuerwehrleute, Mitarbeiter des Zivilschutzes und medizinisches Personal gehören dazu. Sie beseitigten die Schäden am Kraftwerk, bauten die erste Schutzhülle, reinigten Straßen und trugen Erde ab.

Schätzungen der WHO zufolge gab es bis zu 800.000 Liquidatoren aus allen Sowjetrepubliken. Einige von ihnen sind in Organisationen vereint, die sich um das Gedenken an die Atomkatastrophe bemühen oder wie in Lemberg kleine Tschernobyl-Museen verwalten. In einigen Staaten erhalten sie eine geringe zusätzliche Rente für ihren damaligen Einsatz.

Tschernobyl-Kinder – Urlaube im Westen als Ausgleich für viele Krankheiten

Es ist bis heute unklar, wie viele Menschen unter den von der Radioaktivität verursachten Krankheiten gelitten haben und weiter leiden. Besonders Kinder aus der Region waren und sind aber statistisch viel häufiger krank als ihre Altersgenossen anderswo. Daher kümmerten sich seit den 1990er Jahren einige Vereine um die “Tschernobyl-Kinder” die dann oft in Ferienlager und zu Besuchen sogar in westeuropäische Länder fahren durften. Die Vereine helfen bis heute bei der Finanzierung von Medikamenten und anderen Folgeschäden der Katastrophe.

Slawutytsch – Gebaut als Ersatz für Pripyat außerhalb der Sperrzone Tschernobyl

Nach der Tschernobyl-Katastrophe wurde im Eiltempo eine neue, 50 Kilometer entfernte Stadt für die Beschäftigten des Kraftwerks errichtet. Slawutytsch liegt außerhalb der verstrahlten Zone und gilt als jüngste Stadtgründung der Ukraine. Bevor die Häuser errichtet werden konnten, schichtete man bis zu zwei Meter neuen Boden auf. Die Stadt selbst besteht aus mehreren Stadtvierteln. Jedes Viertel besitzt seinen eigenen Stil, da die am Bau beteiligten Arbeiter und Architekten aus acht ehemaligen Sowjetrepubliken wie Armenien, Aserbaidschan, Estland, Georgien, Lettland, Litauen, der Ukraine und Russland kamen.

Im Vergleich mit anderen Städten der Ukraine zeichnet sich Slawutytsch durch eine moderne Architektur und ein ansprechendes Wohnumfeld aus. Auch wenn der Betreiber des Kraftwerks noch immer das soziale und kulturelle Leben der Stadt subventioniert, hat die Stadt mit einer hohen Abwanderung zu kämpfen. Mit der weiteren Reduzierung der Beschäftigten des Kraftwerks ziehen die einstigen Bewohner nun aus wirtschaftlichen Gründen in andere Regionen des Landes. Doch auch als Tourist ist ein Besuch von “Neu-Prypjat” sehr zu empfehlen.

Tschernobyl Buchtipps

Neben den vielen Dokumentationen und Fernsehserien gibt es hervorragende Bücher über die Sperrzone Tschernobyl, die euch einen tiefen Einblick in die Geschichte und die Ursachen des Nukleardesasters geben, genau wie auch einen tollen Überblick über die dortigen Tschernobyl Sehenswürdigkeiten. Martin Kaule, Co-Autor dieses Beitrags hat gerade zusammen mit anderen Fotografen ein neues Buch über die Sperrzone veröffentlich. Der Bildband mit vielen Erklärungen gibt euch einen guten Überblick.

Tschernobyl und die gesperrte Zone. Relikte aus Utopia

  • Frank Brück (Autor)

Für mich ist das Buch von Serhii Plokhy das bisher beste Buch zu Tschernobyl. Es beschreibt viele Details der Atomkatastrophe und besonders für die Leser, die auch die Serie gesehen haben, ergänzt es viele der dort mitunter sehr wahrheitsgetreu wiedergegebenen Details noch weiter. Leider ist das Buch bisher nur auf Englisch erschienen. Ich freue mich auf eine deutsche Übersetzung.

Chernobyl: The History of a Nuclear Catastrophe

  • Plokhy, Serhii (Autor)

Swetlana Alexijewitsch sprach mit Menschen, für die die Katastrophe zum zentralen Ereignis ihres Lebens wurde: mit kranken und sterbenden Soldaten, mit den Witwen von Liquidatoren, mit Müttern und Kindern, hochdekorierten Wissenschaftlern und mit Bauern. Das Ergebnis sind eindringliche psychologische Porträts, literarische Monologe, die von Menschen erzählen, die ihre Zukunft in einer Welt der Toten aufbauen mussten.

Tschernobyl: Eine Chronik der Zukunft (suhrkamp taschenbuch)

  • Alexijewitsch, Swetlana (Autor)

Der Atomunfall von Tschernobyl ist einer der kollektiven Albträume der Welt und war lange Zeit unklar. Adam Higginbotham befragte Augenzeugen und sprach mit denjenigen, die früher an dem Projekt gearbeitet hatten und durchforstete Archive nach bisher unveröffentlichten Briefen und Dokumenten, um zu verstehen, wie es zu dieser Katastrophe kam.

Mitternacht in Tschernobyl: Die geheime Geschichte der größten Atomkatastrophe aller Zeiten

  • Higginbotham, Adam (Autor)

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Martin Kaule

Martin Kaule ist in Berlin geboren und aufgewachsen. Seit mehr als 20 Jahren dokumentiert er zeitgeschichtliche Erinnerungsorte und schreibt darüber. Seit 2015 organisiert er Tagesexkursionen und Reisen zu außergewöhnlichen Orten in Europa.

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4 Tage Tschernobyl Fallout Tour

4 Tage Reise | Tschernobyl Fallout Tour | Kraftwerk Block 4 | Pripjat & Duga Radar | Besuch bei den Babushkas | Kleine Reisegruppe | erfahrener Guide

Auf unseren Reisen in die Sperrzone von Tschernobyl suchen wir abseits der touristischen Routen einzigartige Fotomotive und spannende Abenteuer. Die Höchstteilnehmerzahl von 15 Personen garantiert dabei einen persönlichen Charakter und stellt sicher, dass jeder Teilnehmer sein ganz eigenes Foto machen kann. Es gibt ausreichend Zeit für eigene Fotoaufnahmen, egal ob mit Spiegelreflexkamera, Systemkamera oder Smartphone. Unsere erfahrenen Guides zeigen euch die besten Fotospots der Sperrzone. Erkundet mit uns einen besonderen Lost Place und lasst euch von der Kraft der Natur beeindrucken, die sich den Ort in den letzten drei Jahrzehnten auf herausragende Weise zurückerobert hat. Gemeinsam begeben wir uns auf eine Reise in die Vergangenheit.

Inhaltsübersicht

Kontrollraum von Reaktorblock 4 – Führung Kraftwerk

Besichtigt mit uns das Herz der Sperrzone von Tschernobyl – den Kontrollraum von Reaktorblock 4, in dem vor über 33 Jahren die schwerwiegenden Fehler begangen wurden, die zur bis dahin schlimmsten Nuklearkatastrophe der Menschheitsgeschichte geführt haben. In bisherigen Führungen konnten wir uns mit unseren Gästen Sicherheits- und Verwaltungsräume unterhalb des Kraftwerks, einen Turbinenraum, den goldenen Korridor und das Denkmal für Walerij Chodemtschuk, das erste Todesopfer der Katastrophe, anschauen. Zukünftig werden wir ebenfalls die Gelegenheit haben, einen Blick auf die (mittlerweile entkernte) Bedieneinheit von Block 4 zu werfen, die sich zum Schutz der Kraftwerksmitarbeiter hinter einer dicken Betonmauer befindet.

Triff die Einsiedler von Tschernobyl

Gemeinsam besuchen wir die letzten Einsiedler der Sperrzone. Die überwiegend alten Menschen (Samosely genannt), die nach der Katastrophe in ihre Heimat zurückgekehrt sind, zeigen euch mit einer unvergleichlichen Gastfreundschaft, wie sie leben. Gern laden sie euch auf einen Bissen Brot, Gurke und Speck sowie einen Schluck Wodka ein. Die Herzlichkeit und Stärke dieser Menschen wird euch überwältigen!

Tschernobyl & Prypjat Reisen – Abseits der Touristenströme

Seit 2014 organisieren wir eindrückliche Exkursionen in die Sperrzone von Tschernobyl. Kein anderer Ort auf der Erde bietet einen derartig faszinierenden Blick in die Vergangenheit und gleichzeitig Zukunft der Menschheit. Der weltberühmte Vergnügungspark mit Riesenrad und Autoscooter, ein Kinotheater mit imposantem Saal, das für die Sowjetunion typische Kulturhaus „Energetik“, leere Operationssäle im Zentralkrankenhaus und verlassene Klassenräume in Prypjats Schulen bieten verstörende Eindrücke, die euch einen kalten Schauer über den Rücken jagen werden. Unsere erfahrenen Guides gestalten das Tourprogramm so, dass wir nur auf wenige andere Gruppen treffen.

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sperrzone tschernobyl tour

For less than $100, you can tour the abandoned towns around Chernobyl. Just watch out for radioactive trees and dogs, crumbling buildings, and the occasional selfie stick.

  • On April 26, 1986, Chernobyl became the worst nuclear disaster in history when a reactor exploded at the Chernobyl Nuclear Power Plant , sending radioactive material into the air.
  • Since the accident, only a few locals and a growing wildlife population have lived in the restricted area surrounding the power plant know as the Chernobyl Exclusion Zone .
  • But, in recent years, tourists have begun flocking to the Chernobyl Exclusion Zone. Some have referred to it as " dark tourism ," a trend where tourists travel to sites marked by death and suffering.
  • Guided tour companies have been taking visitors into the area since around 2000, and about 150,000 tourists are expected to visit Chernobyl in 2019, thanks, in part, to the popular HBO mini-series of the same name .
  • While a nuclear waste expert told Business Insider that visitors can expect "very minimal" radiation exposure , they are still advised not to touch any dogs, artifacts, trees, or building walls during tours.
  • We spoke to three people who recently visited the Chernobyl Exclusion Zone to see what it's really like to tour the area.
  • Visit Business Insider's homepage for more stories.

On April 26, 1986, an explosion at the Chernobyl Nuclear Power Plant resulted in a cloud of radioactive particles spreading across parts of Europe.

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Source: Business Insider , Adventure , BBC

The disaster has gone down in history as the world's worst nuclear accident.

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Thirty-one people died in the explosion, and the areas surrounding the plant were permanently contaminated. They're now considered to be some of the most polluted areas on the planet.

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Source: Reuters

As a result of the Chernobyl disaster, an exclusion zone was established in 1986 within a 19-mile radius of the power plant, and access to the area was heavily restricted for almost 30 years.

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Source: Business Insider

Only a few locals still live within that area ...

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Read more: Photos show what daily life is really like inside Chernobyl's exclusion zone, one of the most polluted areas in the world

... and there's a brimming population of wildlife, thanks to the lack of humans.

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Read more: There's a thriving population of radioactive animals that have taken over the abandoned Chernobyl exclusion zone, even though the area is toxic for humans

But in recent years, the site has also become a hotspot for tourists looking to get a firsthand glimpse of the exclusion zone and what remains of the abandoned towns there.

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The first wave of tourism started around 2011, which is when the area was opened for the first time to tourists traveling with a licensed guide. The Ukrainian government, however, warned at the time that tourists' safety wasn't guaranteed.

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Source: CNN , The Guardian

But in July 2019, Ukrainian President Volodymyr Zelensky announced that the site would become an official tourist attraction. He said the area would become more accessible and tourist-friendly.

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Source: CNN

"Until now, Chernobyl was a negative part of Ukraine's brand," Zelensky said as he signed the decree in July 2019. "It's time to change it."

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Visitor interest is something that several local tour groups around Chernobyl are taking advantage of.

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The guided tour company SoloEast has been taking visitors into Chernobyl since 2000, according to CNN. And the website for Chernobyl Tour advertises an "eye-opening experience of post-apocalyptic world."

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Source: Chernobyl Tour and Chernobyl Welcome and CNN

When Taylor Zwick, a tourist from Prague, booked his May 2019 guided tour of the exclusion zone through Chernobyl Tour, he told Business Insider that he had to provide his passport number.

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Ines Aguilera, a Spanish student living in Copenhagen, said tour guide officials from Chernobyl Tour were very strict about that before she visited the exclusion zone during a different tour in mid-May. "We had to show our passports many times," she told Business Insider.

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Aguilera and a group of friends were studying abroad in Copenhagen when they decided to go. "It's like one of these weird things that you've always wanted to do as a kid," Aguilera said.

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Zwick said it cost about $80 USD for a full-day tour, and Aguilera said her tour cost her about $88 USD. When we checked the Chernobyl Tour website in August, we found one-day trips priced at $99 and up. SoloEast's one-day tours are priced at $91 and up on its website, as of August.

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Source: Chernobyl Tour and SoloEast

Zwick said he paid for part of his tour through PayPal when booking, and he had to pay the rest in person with cash. Aguilera told Business Insider that she had to do the same thing when she booked. She paid the second half in cash when she entered the shuttle bus.

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They were given instructions upon booking. Aguilera said they had to wear long sleeves, long pants, and couldn’t have space between their pant legs and socks. They wouldn't be able to touch any metal or the ground while touring Chernobyl either.

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Julia Czub, a student from the UK who toured Chernobyl in May 2019 with SoloEast tour company, told Business Insider that they weren't allowed to touch trees inside the exclusion zone and couldn't leave a bag or anything on the ground.

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She said she booked the tour in December 2018, nearly six months before the HBO show was released, so interest in visiting Chernobyl certainly predates the successful mini-series.

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A mix of visitors from nearby European countries were in all three tourists' tour groups. Zwick said he encountered a group from Sweden that had gone to Kiev for a bachelor party and decided to take a private tour of Chernobyl.

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After booking online, visitors received a QR code, which is how they gained entry into Chernobyl, according to Zwick. The code was scanned when boarding the bus in Kyiv that took them to Chernobyl.

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Zwick said he met the bus at Kiev's train station. It was a full-sized coach bus with about 40 to 45 people onboard. The bus left the train station at 8 a.m. ...

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... and Zwick said it took about two hours to get to the Leliv checkpoint at the outer edge of the smaller, 10km (6 mile) exclusion zone surrounding the power plant.

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Aguilera said that her drive wasn't the most enjoyable. "It was very uncomfortable because the roads were so bumpy," she said.

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Before entering the exclusion zone, Zwick said they were given what looked similar to flash drives attached to green lanyards that they were to put around their necks.

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The devices were meant to measure the different radiation levels they were exposed to while on their tour. Zwick said that the tour guides collect them at the end of the tour and give them to officials.

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After stopping at the Leliv checkpoint, Zwick said they turned onto a side road toward Moscow's Eye, or the Duga-1 radar station, that Soviets intended to use as a warning system against US missiles in the Cold War era.

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By about 1 p.m., Zwick said they drove the rest of the way to the Chernobyl power plant.

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Czub said you're not allowed to take photos too close to the reactor, but she was still able to get near it. "I had no idea that we would be able to get so close to it," Czub said. "We were literally right next to it."

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Zwick said he ate lunch at the Chernobyl Canteen where the workers eat, which is right next to the power plant. There's a workforce that lives nearby and works on the plant three weeks at a time before taking a break to avoid extreme exposure to the radiation.

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Zwick said he saw dogs hanging out in front of the cafeteria. Czub said that she also saw many of the "Chernobyl dogs" around the zone during the tour.

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Read more: Chernobyl workers are adopting the site's contaminated dogs, but not all of them are safe to pet 

Zwick said the food was included in the tour package he purchased. He was served mashed potatoes, chicken, and soup, and he said it was decent. Aguilera said she brought her own meal after reading so many bad TripAdvisor reviews of them.

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Zwick said they stayed in the cafeteria for 30 minutes to an hour before heading to Pripyat, the abandoned ghost town that was once the shining star of the Soviet Union. The town housed plant workers back in the 1980s.

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There were swimming pools, supermarkets, and other attractive amenities that have since spiraled into decay.

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Czub said Pripyat was her favorite part of the tour. "I didn't expect the city to look so interesting," she said.

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She said there was a cafe right next to the river with beautiful stained glass windows. They wandered around Pripyat for an hour to an hour and a half, Zwick said.

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There were some areas that Zwick said their group's tour guide didn't take them. For example, they didn't see the swimming pool like Aguilera was able to.

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"That was our highlight," Aguilera said of visiting the abandoned pool.

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Zwick said the itinerary isn't super strict, it just depends on what everyone in the tour group wants to do.

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Throughout the trip, Zwick said he carried a Geiger counter, a device that can measure radiation levels, that he rented from the tour company for $10.

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Aguilera said she and her two friends also rented one to use throughout the trip.

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Zwick said his readings fluctuated throughout his tour through the contaminated exclusion zone. In front of the reactor at the nuclear power plant, Zwick said his counter gave off normal readings

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But at one point it reached 200 mSv near the Ferris wheel in Pripyat's amusement park. A normal radiation reading is 3 mSv.

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Zwick said a tour guide told them that the reading near the Ferris wheel was because of a speck of radioactive dust that had traveled from the reactor to one of the Ferris wheel cars at the time of the explosion, and it's still there giving off a high radiation level.

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Many of the buildings in the zone are made of concrete. Zwick said tour officials told him that most of the wooden buildings had to be demolished since wood traps radiation.

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But Aguilera said even the remaining concrete structures are deteriorating.

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"I don’t know how long these tours are going to be possible because the buildings are about to collapse," Aguilera said.

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Many of the signs on top of buildings are in the Ukrainian language, but the signs inside an abandoned store were in Russian, Zwick said. He said that he was told that at the time, Russians were trying to usher out the Ukranian language, so they tried to include a lot of Russian when they originally built the city of Pripyat.

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Pripyat was the last stop on the tour, Zwick said. After that, they started to head back to Kiev. At the checkpoint, they had to get out and go through radiation scanners.

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Zwick said it was similar to walking through a metal detector. He said the point of it was to make sure each visitor didn't absorb an abnormal amount of radiation. "It was just like going through a door," Aguilera said.

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He also said there wasn't even someone standing next to the scanner. "It looks like a very secure place, but at the end of the day, they were just sitting there," Zwick said.

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Zwick said he felt like the radiation scanners were more of a formality.

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Zwick said that at the various checkpoints, there were souvenir shops where you could buy sweatshirts, hats, snacks, and Geiger counters.

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Czub also said she saw the souvenir stall, though she said it felt weird to her to purchase something. But "there were a lot of people buying things," she said.

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Aguilera said she bought some postcards and a patch to put on her backpack.

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Zwick said he was inside the Chernobyl exclusion zone for a total of almost nine hours. Aguilera said the same.

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All three visitors that we spoke to also said tour guide officials told them that the radiation they were exposed to was minimal.

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"We had more radiation going from Copenhagen to Kiev than in the exclusion zone," Aguilera said. "At least that's what they told us."

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Zwick said he was also told that the radiation he was exposed to from spending the whole day there was the equivalent of a 3-hour flight and that a chest X-ray gives you 40 times more radiation than did the tour they were on.

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As more and more tourists travel to the Chernobyl Exclusion Zone, some have viewed the visitors as insensitive to the gravity of the tragedy that left dozens dead and hundreds of thousands more without homes.

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For years, some have referred to Chernobyl tourism as "dark tourism," a trend of visitors flocking to sites marked by death and suffering.

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Photographer David McMillan has visited and photographed the Chernobyl exclusion zone at least 20 times over the course of 25 years. He told Business Insider that he's watched as tourism has grown increasingly common at the site.

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Read more: A photographer visited the abandoned towns around Chernobyl more than 20 times over the past 25 years, and the captivating photos show just how suddenly time stopped in its tracks after the disaster

"They're there with their smartphones taking selfies," McMillan said.

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But Czub said that, though she took photos throughout her tour, she tried to be mindful and respectful. A native of Poland, she said people from her country are specifically interested in Chernobyl because they're so close to the site of the disaster.

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Zwick said his trip to Chernobyl taught him more about the history of the disaster and what happened in the aftermath.

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And Aguilera said she tried to stay respectful throughout the tour and that she's always been moved by the story of the Chernobyl accident.

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She also said she's seen the HBO mini-series since taking her trip through the Chernobyl Exclusion Zone and that the show's recreation of the scenes inside the zone are realistic.

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"I see my photos and then I see the TV show — it looks quite similar," Aguilera said.

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Czub said the HBO show will likely keep drawing crowds, and so does the owner of the SoloEast tour group, who told CNN that he's seen an almost 40% increase in interest since the mini-series aired.

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"I'm guessing there's going to be more and more coming now," Czub said.

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Die Sperrzone von Tschernobyl – ein Ort an dem die Vergangenheit auf die Zukunft trifft

Die Explosion am Kraftwerk Tschernobyl erfolgte im April des Jahres 1986. Das Ergebnis der Zerstörung des Reaktorblocks 4 war eine enorme Ausschüttung von radioaktiver Strahlung, welche vielen Menschen das Leben kostete. Tausende Kilometer verstrahlter Fläche resultieren in eine 30 Kilometer lange Sperrzone, aus welcher nach und nach alle Bewohner evakuiert wurden.

Die 30km lange Sperrzone von Tschernobyl besteht aus verlassenen Gegenden mit verwaisten, teils zerstörten Häusern und Gebäuden.

In der Sperrzone von Tschernobyl gibt es eine Vielzahl von Orten, die den Geist des damaligen schrecklichen Geschehens immer noch wiedergeben. Das Dorf Kopatschi befand sich in 4 km Entfernung von dem Kernkraftwerk Tschernobyl, und hat deswegen eine erhebliche Dosis Radioaktivität abbekommen. Nach der Havarie wurde es im Rahmen des Dekontaminations programms von der Karte gestrichen: Die Häuser wurden dem Boden gleichgemacht und begraben.

Pripjat, einst eine Stadt für junge Leute

Das Durchschnittsalter betrug gerade mal 26 Jahre. Genau dies war der Wohnort vieler Angestellter des Kernkraftwerks, und eben diese Stadt musste komplett evakuiert werden. Verlassen und halb zerstört, gibt die Stadt jetzt langsam aber sicher der Natur nach. Aufgrund des Wildwuchses, welcher die Stadt überdeckt, ist es bereits schwer rauszufinden, auf welcher Straße von Pripjat man sich gerade befindet.

Erlebnispark in der Sperrzone

Dieser Park wurde für die Anwohner von Pripjat im Frühling 1986 erbaut. Ein großes Eröffnungsfest war für den ersten Mai geplant, doch den Menschen wurde ihr Fest entnommen und der Park wurde nie genutzt. Die verrosteten Karusselle und die Überreste der festlichen Vorbereitungen sehen aus wie Dekoration für einen postapokalyptischen Filmdreh im Park.

Reactor Block 4

Genau der, in welchem die Explosion erfolgte. Heute ist er von einem Sarkophag umhüllt, weswegen man sich ihn nicht mehr anschauen kann. Doch sich vorzustellen, wie es vor dem Unfall aussah, das geht. Links von ihm befindet sich Reaktorblock 3, welcher ein Spiegelbild des Vierten war. Im November von 2016 wurde der Reaktorblock 4 von einem neuem Sarkophag mit einer Lebenszeit von 100 Jahren überdeckt. (New Safe Confinement)

«Roter Wald»

Der Fichtenwald, der an dem Kraftwerk angrenzte hat eine solche Dosis radioaktiver Strahlung abbekommen, dass alle Bäume innerhalb von 30 Minuten ihre Farbe von Grün auf Rot wechselten. Als Folge der Bestrahlung starben innerhalb einer Fläche von ca. 10 Quadratkilometern viele Tiere und Pflanzen. Der Großteil der Bäume wurde nach dem Vorfall begraben. Heute ist die Sperrzone mit neuen Büschen und Bäumen überwachsen. Dort leben Luchse, Wölfe, Füchse, Bären und viele andere Tiere und Vögel.

Die Zeit steht hier still

Wer in der Sperrzone ankommt begeht eine Zeitkapsel und doch gleichzeitig begreift man, dass die Zukunft nach dem Verschwinden der Menschheit vermutlich genauso aussehen könnte. Die Sperrzone von Tschernobyl – ein Ort wo Leben auf Tod und die Vergangenheit auf die Zukunft treffen.

Die Sperrzone von Tschernobyl – ein Ort an dem die Vergangenheit auf die Zukunft trifft

Tschernobyl: Wie es ist, Tourist in der nuklearen Sperrzone zu sein

Nach der Pandemie boomt der Tourismus in der Sperrzone von Tschernobyl mehr denn je. Die ukrainische Regierung forciert das noch und verdient damit Geld.

Author - Elizabeth Rushton

Kiew - Es ist ein raschelndes Geräusch, das Kinderbücher machen, wenn sie übereinander liegen und Menschen über sie laufen. Die Bücher liegen kreuz und quer durcheinander, ihre Seiten sind offen. Da sind Bilderbücher mit dem Text der sowjetischen Nationalhymne; ein anderes zeigt die Geschichte von Laika, dem Hund, der am 3. November 1957 als erstes Lebewesen ins Weltall flog und noch am selben Tag starb. In einem Schulheft ist in sorgfältiger Handschrift auf Kyrillisch ein Text zu lesen über eine Parade der sowjetischen Pionierorganisation.

Die Bücher und Hefte liegen verstreut in jedem Raum der Schule von Prypjat, fast sieben Kilometer entfernt vom ehemaligen Atomkraftwerk Tschernobyl. Die Touristengruppen, die hier durchgeführt werden, haben keine Wahl, sie müssen auf diese Bücher treten, wenn sie die Schule besichtigen wollen. Die Bücher wurden zurückgelassen, als die rund 17.000 Kinder, die in der Arbeiterstadt Prypjat wohnten, evakuiert wurden, nachdem am 26. April 1986 um 1 Uhr 23 der Reaktorblock 4 des Kernkraftwerks von Tschernobyl explodiert war.

Vor Corona: 120.000 Touristen in Tschernobyl

Früher, vor dem GAU, war Prypjat eine sympathische kleine Stadt in der UdSSR. Das Durchschnittsalter lag bei 26 Jahren. Inzwischen lebt hier keiner mehr. Die Straße, in der die Schule steht, ist zu einem Wald geworden. Seit 35 Jahren erobert sich die Natur das zurück, was der Mensch ihr einst abtrotzte. Lange Zeit durften nur Forscher in die Sperrzone, doch seit einigen Jahren ist Prypjat ein Touristen-Hotspot geworden. Allein 2019 besuchten mehr als 120.000 Besucher die fast 7000 Quadratkilometer große Sperrzone.

„Lenin, Frieden, Kinder“: 35 Jahre nach der Evakuierung von Prypjat sehen die Klassenzimmer der Arbeiterstadt so aus.

Sie alle schauen in die kleine Schule, sie wandern zwischen den verlassenen Wohnblöcken, die Hammer und Sichel auf ihren Wänden tragen, suchen sich ihren Weg über verfallene Straßen. Gerade jetzt im Herbst kommen die meisten Besucher in die Sperrzone. Am vergangenen Sonnabend waren es allein 1800. Sie steigen in der ukrainischen Hauptstadt in Reisebusse und sind in weniger als drei Stunden da. Prypjat liegt nur 152 Kilometer von Kiew entfernt.

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Infobox image

Olena*, die Reiseleiterin, steht mitten im ehemaligen Zentrum von Prypjat. Die 26-jährige Ukrainerin freut sich, dass die Touristen endlich zurück sind. Jetzt im Herbst seien es regelmäßig mehr als tausend Besucher, die sich an jedem Tag in der gespenstischen Geisterstadt verteilen. Und auch wenn man sich zwischen den ungehindert wuchernden Bäumen nicht immer sehen kann, hört man aus allen Ecken die körperlosen Stimmen und das Lachen der Besucher. Ab und zu gibt es auch Momente gruseliger Stille. Nicht einmal Vogelgezwitscher ist zu hören.

Die zwölf Besucher, die Olena heute durch die Sperrzone führt, tun das, was die Freunde zu Hause und auf Instagram von ihnen erwarten. Sie laufen durch die verlassenen Gebäude und machen schaurige Fotos. Vor allem die verlassene Turnhalle und Bibliothek mit umgekippten Bücherregalen und Bergen von durch die Witterung verrotteten Büchern – weil die Fenster längst von außen eingedrückt wurden – bieten eine eindrucksvolle Kulisse für Selfies oder Schauer-Videos im Hochkant-Format. Wieder draußen vor dem Gebäude fragt Olena ihre Gruppe: „Und, wie fandet ihr’s?“ – „So cool.“

Schon auf der Busfahrt hierher haben sich viele der mehrheitlich jungen Leute Sorgen gemacht, wie viele Kaffeetassen mit radioaktiven Warnzeichen sie in ihre kleinen Köfferchen packen können. Schließlich sind viele nur in die Ukraine oder nach Kiew gereist, um Tschernobyl zu besuchen. Da ist zum Beispiel die Britin Lindsey Wood, die ihre Bachelorarbeit über Tschernobyl als Touristenattraktion geschrieben hat und die heute zum ersten Mal in der „Zone“ ist, wie sie das nennt. Wood hat lange auf diesen Tag gewartet. „Ich glaube, das ist einer dieser Orte, die man einfach nicht beschreiben kann“, sagt sie, „das muss man selbst erleben.“ Auch wenn die 22-Jährige nachschiebt, dass die meisten Ukrainer das nicht so sehen wie die zwölf Touristen im Bus. Sie machen sich Sorgen um die immer weiter steigenden Besucherzahlen. „Viele wollen nicht, dass ihr Land nur für dieses Desaster bekannt wird, das Tausende von Menschen umgebracht hat“, sagt Wood, „und dass viele Touristen sich für nichts anderes in der Ukraine interessieren.“

„Enjoy Chernobyl. Die later.“

Am ersten Kontrollpunkt der Sperrzone, 30 Kilometer vom ehemaligen Kernkraftwerk Tschernobyl entfernt, werden die Papiere von Wood und den anderen Besuchern kontrolliert. Und hier gibt es auch die erste Möglichkeit, Souvenirs zu kaufen. Olena warnt, keine Fotos von den Polizisten zu machen, denn die Grenze zum Sperrgebiet liegt nur 37 Kilometer von der belarussischen Grenze entfernt und die Beziehungen zu Belarus sind schlecht im Herbst 2021.

Mützen, T-Shirts und kitschige Slogans gehören zum Souvenirangebot in der Sperrzone.

Die Touristen kümmern sich weniger um Weltpolitik, schließlich gibt es in den zwei Souvenirläden alles zu kaufen, womit man sich amüsieren kann. Es gibt das Kinderbuch „The Skeleton from Chernobyl“ und  T-Shirts mit lustigen Slogans, wie „Enjoy Chernobyl. Die later.“ Eine Packung mit leuchtenden Kondomen zaubert ein Lächeln auf die Gesichter der Besucher.

Die ersten Stationen der Tour sind die Ortsschilder von Tschernobyl, der Kleinstadt, nach der das Kernkraftwerk benannt wurde, und dann Prypjat, wo die Arbeiter des Kraftwerks und ihre Familien bis 1986 lebten. Während Wood und der Rest der Gruppe ihre Fotos machen, fahren ständig weiße Minivans mit weiteren Touristen vorbei. Manchmal halten sie an denselben Stellen an, während andere gerade wieder wegfahren.

Neben dem Ortsschild von Prypjat erhebt sich der ikonische Anblick des „New Safe Confinement“, der gewölbten Schutzhalle, die den immer noch radioaktiven Kernreaktor umschließt. Sie wurde 2019 mit einem Kostenaufwand von 1,5 Milliarden Euro fertiggestellt und soll die immer noch aus dem offenen Reaktor austretende Strahlung für 100 Jahre eindämmen. Im Angesicht der unsichtbaren Gefahr, die unter der glänzenden Metallkuppel schlummert, verstummt das Geschnatter der Touristen einen Moment – aber ein gutes Foto darf trotzdem nicht fehlen.

Eine Touristin geht mit einem Blumenstrauß in der Hand auf das Mahnmal zu, das ein Paar Hände zeigt, die das Kraftwerk halten, zum Gedenken an diejenigen, die sich in den Tagen nach der Katastrophe fast völlig ungeschützt geopfert haben, um eine vollständige Kernschmelze zu verhindern. Doch bevor die Frau ihre Blumen dort ablegt, hält sie inne, damit ihr Mann sie und den Blumenstrauß von hinten noch fotografieren kann. Nach mehreren Versuchen hat er den richtigen Winkel für die Kamera gefunden und das Foto ist im Kasten.

Tschernobyl-Touristen gedenken an die Toten bei der Sicherung des Kernkraftwerks - aber nicht ohne Foto.

Einen Geigerzähler zum Leihen für 6,60 Euro

Ein anderer Teilnehmer der kleinen Reisegruppe, der Niederländer Fatih Göktekin, interessiert sich aber eher dafür, was auf der anderen Seite der Straße liegt. Der 26-Jährige hat für 200 Griwna (umgerechnet ungefähr 6,60 Euro) einen Geigerzähler für den Tag gemietet. Damit will er die Strahlung, der die Gruppe ausgesetzt ist, in Echtzeit verfolgen. Am Fuß eines vor erhöhter Strahlung warnenden Metallschildes, das einsam auf einer kleinen Brache am Rande der Stadt steht, zeigt das Gerät den höchsten Wert des Tages an – 15,3 Röntgen pro Stunde. Die Strahlung sei hier so hoch, weil Wälder und Gras einen großen Teil der Strahlung nach dem Unfall absorbiert hätten, sagt Olena.

Göktekin, Wood und die anderen sind beeindruckt. „Ich wollte schon immer hierherkommen“, sagt Göktekin. „Dieser Ort ist wie eingefroren in der Zeit. Ich habe auch viele YouTube-Vlogs darüber gesehen, und das hat mich dazu gebracht, selbst zu kommen.“ Göktekin faszinieren die Extreme unseres Planeten, so sagt er. Auf der Liste seiner Reiseziele sind unter anderem die verlassene japanische Insel Hashima oder die sibirische Stadt Jakutsk in Russland, wo im Winter Temperaturen von bis zu minus 50 Grad herrschen. Vor zwei Tagen ist er in Kiew angekommen. Für Sightseeing in der 2,9-Millionen-Einwohner-Metropole bleibt keine Zeit, denn schon morgen geht sein Rückflug.

Tschernobyl als Ort des Gruselns und Schreckens hat das Interesse einer neuen Generation geweckt. Auch wenn es illegal ist, die Sperrzone ohne offizielle Begleitung zu betreten, versuchen viele es trotzdem. Es gibt unzählige Dokus, Horrorfilme und sogar Videospiele über sogenannte „Stalker“: Menschen, die die Sperrzone illegal betreten, um sie zu erkunden. Regeln gibt es auch für Besucher, die das Gebiet nach Vorschrift betreten – sie dürfen zum Beispiel keinen Alkohol vor Ort trinken und beim Verlassen nichts mitnehmen, von der Schutzkleidung bis zu lebenden Tieren. Olena führt vor allem ausländische Touristen. „90 Prozent der Leute benehmen sich“, sagt sie.

Mit Hilfe eines Geigerzählers misst Fatih Göktekin die Strahlung in der Nähe des Kernkraftwerks von Tschernobyl.

Seit fünf Jahren ist Olena als Reiseleiterin tätig. Die 26-Jährige ist nebenberuflich auch Tätowiererin und trägt die universelle Uniform der Kiewer Hipster: ganz in Schwarz und Vintage-Turnschuhe. Sie will von Wood und den anderen wissen, welche Bars im Szenenviertel Podil sie während ihres Aufenthalts schon besucht haben. Sie mag am Job, dass sie ihr eigener Chef ist, sagt sie, und dass das Ganze eigentlich ziemlich entspannt sei. Spätestens seit der HBO-Serie „Chernobyl“ sei das Interesse ausländischer Touristen noch viel größer geworden, sagt Olena. „Schließlich haben immer mehr Leute im Internet gelesen, dass man nicht stirbt, wenn man hier eine Tour macht“, sagt Olena und muss schmunzeln.

Spätestens seit der TV-Show überwiegt die Neugier

Dass der Ruf von Tschernobyl heute eher morbide Neugier als Angst weckt, ist ein Glücksfall für die ukrainische Regierung. Sie will das Gebiet wieder beleben. Auf einem Forum im Mai schwärmte der ukrainische Präsident Volodymyr Selenskij vom riesigen Potenzial der Sperrzone. Seine Regierung wolle die Sperrzone zu einem „Touristenmagnet“ machen, sagte er stolz. Auch wolle man in Zukunft Wohnungssuchende und Geschäftsleute mit billigen Mietpreisen in die Kleinstadt Tschernobyl locken. Zusätzlich sollen Teile der Zone zum Unesco-Weltkulturerbe erklärt werden.

Eine Einstellung, die nicht alle teilen. Das Nationale Tschernobyl-Museum liegt in einer ruhigen Straße von Podil: Auch diese Attraktion hat von einem Aufschwung der Besucherzahlen seit der HBO-Serie profitiert. Ihre wissenschaftliche Leiterin, Anna Korolewska, zeigt stolz auf eine Karte an der Wand ihres Büros im oberen Stockwerk des Museums, auf der mit bunten Stecknadeln die vielen Länder verzeichnet sind, aus denen Besucher ins Museum gekommen sind. Dennoch hat sie eine nicht ganz so entspannte Sicht auf die Dinge wie Olena und die ukrainische Regierung.

Anna Korolewska, wissenschaftliche Direktorin des Nationalen Tschernobyl-Museums, Kiew. An der Wand ihres Büros hängen Urkunden, die sie für ihre Arbeit auszeichnen.

„Ich kann nicht behaupten, dass ich das toll finde“, sagt sie. „Dieser Ort hat sich schon so sehr verändert, seit wir nach dem Zerfall der Sowjetunion das erste Mal da waren. Wenn die Zahl der Touristen weiter steigt, wird bald nichts mehr übrig sein.“ In den frühen 90er-Jahren unternahm Korolewska viele Forschungsreisen in die Sperrzone und sammelte all das zusammen, was heute in den Schaukästen des Museums zu sehen ist: von Familienfotos und Artefakten aus Kirchen bis hin zu einem durch Strahlung entstellten Leichnam eines Hundewelpen, der mit seinem kurzen Rumpf und seinen gespreizten Gliedmaßen aussieht wie eine Fledermaus. Die persönlichen Sachen von Mitarbeitern des Kernkraftwerks oder den Feuerwehrmännern, die an den Folgen der Aufräumarbeiten starben, sind auch da.

„Es ist unvorstellbar, wie sehr sie gelitten haben“

Korolewska hat bei ihrer Arbeit viele Gespräche geführt mit den überlebenden „Liquidatoren“, wie die vielen Tausend sowjetischen Soldaten genannt werden, die in den Stunden und Tagen nach der Katastrophe bis zur Erschöpfung versuchten, die Folgen der Katastrophe abzumildern. Als sie davon erzählt, kommen ihr die Tränen. „Es ist unvorstellbar, wie sehr sie gelitten haben“, sagt sie. Ihre Stimme zittert dabei. „Sie hatten keine Ahnung, worauf sie sich einließen und wie es sich auf sie auswirken würde. Oder auf ihre Kinder.“ Ein Teil des Museums zeigt die Porträts von Kindern, die entweder an der Strahlenbelastung oder an genetischen Defekten starben. Und noch heute wirkt die Katastrophe nach, denn der Prozentsatz von mit Behinderung geborenen Kindern ist in der Ukraine auch 35 Jahre nach der Katastrophe immer noch erhöht.

Die Sperrzone sollte schließlich nicht nur ein Ort der wissenschaftlichen Forschung sein, sagt Korolewska, sondern auch ein Ort, an dem an das Leid der Opfer der Katastrophe erinnert werden soll. Als sie vor zwei Jahren das letzte Mal in die Sperrzone gefahren sei, sei sie erschüttert gewesen: „Wie kann dies ein Ort des Gedenkens sein, wenn dort Hunderte von Menschen herumlaufen und Kondome als Souvenirs kaufen! Ich glaube, die meisten Leute kommen nur dorthin, weil sie vor ihren Freunden angeben wollen, um zu zeigen, dass sie mutig sind. Aber sie machen auch nur die gleichen dummen Fotos, die schon viele Leute vor ihnen gemacht haben.“

Der Höhepunkt eines Besuchs der Sperrzone ist für viele Touristen der verlassene Festplatz von Prypjat, mit dem abblätternden gelben Riesenrad und dem rostigen Karussell. Dieser Ort bietet wohl die gruseligsten Kulissen für Fotos. Aber nach dem Besuch in der Schule wirkt Göktekin nachdenklich. „Das war wirklich überwältigend“, sagt er. „Es ist bizarr, wenn man bedenkt, wie viele Kinder dort jeden Tag gelernt haben. Und was dann mit ihnen passiert ist.“ Auch Wood lassen die leeren Klassenzimmer und die Schäden, die die Natur allein an ihnen nicht verursacht haben kann, nicht kalt: „Du siehst da die Bücher überall und denkst, so war es wahrscheinlich nicht direkt nach der Explosion“, sagt sie. Nicht nur die Strahlung hat hier Spuren hinterlassen.

Ein Kinderbuch im verlassenen Schulgebäude von Prypjat zeigt den Text der sowjetischen Nationalhymne.

Bereits in den frühen 90er-Jahren wurden die verlassenen Häuser von Prypjat geplündert, und seit die Sperrzone 2002 für Touristen geöffnet wurde, haben sich viele offenbar nicht davon abhalten lassen, auch eine Spur von sich selbst an diesem Ort zu hinterlassen. Auf der Kreidetafel eines der Klassenzimmer sind Botschaften aus vergangenen Jahren zu lesen. „Viva Adventures 2007“ steht in der Mitte der Tafel. Auf einem Zettel auf dem Boden steht „Grüße aus Saporischschja“ auf Russisch, datiert auf den 12. September 2020. Das Papier ist im Vergleich zu den sowjetischen Schulbüchern, auf denen es liegt, auffallend sauber und weiß.

Spuren der Besucher sind inzwischen überall in der Zone zu finden. Plastikflaschen liegen zwischen den verrottenden Holzbänken des Prypjat-Stadions, das nur wenige Meter vom Festplatz entfernt ist. Olena begrüßt einen der streunenden Hunde, sie sind die Nachfahren der zurückgelassenen Haustiere und leben jetzt von den Essensresten der Touristen.

Olena macht das alles nichts aus, denn sie glaubt, dass der Tourismus wichtig für die Region und die Ukraine ist. „Das Kernkraftwerk von Tschernobyl ist ein schlechtes Geschenk der Sowjetunion an die Ukraine, denn seine Sicherung kostet die Ukraine viel Geld und bringt weder Geld noch Energie. Wenn der Tourismus hilft, diese Kosten zu reduzieren, kommt das uns allen zugute.“

Touristen klettern über die Holzbänken des Prypjater Stadions. Seine offizielle Öffnung war für 1. Mai 1986 vorgesehen. Zu diesem Zeitpunkt wurde die Stadt bereits evakuiert. 

1,8 Millionen Ukrainer gelten als Opfer der Katastrophe

Sie hofft, dass die steigenden Touristenzahlen dazu führen werden, dass nötige Wartungsarbeiten an den Gebäuden von Prypjat durchgeführt werden können. „Manche Leute sagen, das ist Blut-und-Knochen-Tourismus, so viele Menschen seien hier gestorben. Aber eigentlich ist hier direkt niemand gestorben“, sagt sie. Damit spielt die Reiseleiterin auf die offiziellen sowjetischen Zahlen an, nach denen gerade mal 31 Menschen an den Folgen des Tschernobyl-Desasters gestorben seien. Die Wahrheit ist allerdings eine andere. 1,8 Millionen Ukrainer, darunter 377.589 Kinder, gelten offiziell als Opfer der Katastrophe, die entweder starben oder immer noch an deren gesundheitlichen Folgen leiden.

Anna Korolewska war zur Zeit der Katastrophe 27 Jahre alt. Heute erinnert sie sich an den Tag, als wäre es gestern gewesen. „Es war der schönste Frühlingstag in Kiew, mit strahlend blauem Himmel“, sagt sie. „Wir hatten ja keine zuverlässigen Informationen darüber, was passiert war. Aber unsere Intuition sagte uns, dass etwas Furchtbares passiert war.“

Noch immer, 35 Jahre nach der Reaktorkatastrophe, will die 63-Jährige nicht wissen, wie viel Strahlung sie bei ihrer Arbeit in der Sperrzone ausgesetzt war und wie sich das auf ihre Gesundheit ausgewirkt hat. „Meine zwei Kollegen, mit denen ich dieses Museum gegründet habe, sind inzwischen an Krebs gestorben“, sagt sie. „Vielleicht ist das Zufall, ich weiß es nicht. Ich weiß nur, dass ich gesunde Kinder zur Welt gebracht habe. Das reicht mir.“

* Name der Redaktion bekannt

Dieser Text ist in der Wochenendausgabe der Berliner Zeitung erschienen – jeden Sonnabend am Kiosk oder hier im Abo .

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What is the Chernobyl Exclusion Zone?

Here's a look at one of the most radioactive places in the world.

The Ferris wheel in Prypiat, situated inside the exclusion zone.

  • How dangerous is it?
  • Life inside the zone
  • People inside the zone
  • Visiting the zone

Additional resources

Bibliography.

The Chernobyl Exclusion Zone is one of the most radioactive places in the world. On April 26, 1986, a disastrous meltdown at the Chernobyl nuclear power plant in Ukraine (in the former USSR) led to two enormous explosions that blew the 2,000-ton (1,800 metric tons) lid off one of the plant's reactors, blanketing the region with reactor debris and its radioactive fuel. The explosion released into the atmosphere 400 times more radiation than was produced by the atomic bomb dropped on Hiroshima , and nuclear fallout rained down far and wide across Europe, according to a report by the European Parliament . 

On May 2, 1986, a Soviet Union commission officially declared an off-limits area around the disaster and called it the Chernobyl Exclusion Zone. The zone includes an area of roughly 1,040 square miles (2,700 square kilometer) around the 18.6 mile (30 km) radius of the plant; the area was considered the most severely irradiated environment and was cordoned off to anyone but government officials and scientists, according to the U.S. Department of Energy . By April 27 (the day after the explosion), officials had already evacuated the nearby city of Pripyat, but fresh orders in May were given to evacuate everyone who remained within the exclusion zone. Over the following weeks and months, around 116,000 people would be relocated from inside the exclusion zone. This number continued to grow, reaching a total of around 200,000 people before the end of the evacuation, according to the International Atomic Energy Agency .

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The Chernobyl reactor after the explosion on April 26, 1986.

According to the U.S. Department of Energy , during the first year of its existence, the 18.6 mile (30 km) mile exclusion zone was further split into three distinct regions:

— The inner exclusion zone: the high-radiation region within a 6.2 mile (10 km) radius of the plant from which the population was to be evacuated and permanently forbidden reentry.

— The zone of temporary evacuation: a moderately irradiated region to which the public could return once the radiation had decayed to safe levels.

— The zone of rigorous monitoring: a sporadically irradiated region from which children and pregnant women were moved into less irradiated areas in the immediate aftermath of the disaster.

The exclusion zone has expanded in subsequent years. When the Ukranian exclusion zone is added together with the neighboring Belarusian exclusion zone, the combined area makes up an approximate 1,550 square miles (4,000 square kilometers), according to the European Radioecology Exchange Alliance .

At the beginning of 2022, increasing tensions between Russia and NATO over Ukraine's potential membership to the western military alliance has also led to an increased guard presence inside the Chernobyl Exclusion Zone, according to Sky News . The region, which lies close to Ukraine's northern border with Russia's ally Belarus and straddles the most direct route between it and Ukraine’s capital, Kiev, was stationed with 7,500 more border guards between December 2021 and February 2022.

How dangerous is the Chernobyl Exclusion Zone?

A radioactive warning sign inside the exclusion zone.

More than 100 radioactive elements were released into the atmosphere immediately after the disaster, according to the International Atomic Energy Agency (IAEA). The most dangerous of them were isotopes of iodine , strontium and cesium , which have respective radioactive half-lives (the period of time it takes for half of the material to decay) of 8 days, 29 years and 30 years. The majority of the elements released were short-lived (meaning their half-lives are no more than a few weeks or even days), but the long half-lives of strontium and cesium mean they are still present in the area. At low levels, iodine can cause thyroid cancer; strontium leukemia; and cesium has especially damaging effects on the liver and spleen, according to the IAEA.

Still other radioactive elements released in the explosion are much longer lived, such as plutonium -239 which has a half-life of 24,000 years. And so despite the entire Chernobyl Exclusion Zone being much less radioactive today than it was in the days immediately following the disaster, the longest-lived radioactive materials inside the zone could still take thousands of years for half of their atomic nuclei to decay, according to the National Geographic . Radiation readings taken within the zone show that its more contaminated areas still contain dangerous amounts of radiation.

By the end of 1986, the USSR had hastily built a concrete sarcophagus  around the exploded reactor to contain the remaining radioactive material, according to Science . Then, in 2017, officials built a larger, second enclosure, this one made of steel, around the sarcophagus called the New Safe Confinement structure, which was 843 feet (257 meters) wide, 531 feet (162 m) long and 356 feet (108 m) tall. This enclosure was designed to completely enclose the reactor and its sarcophagus for 100 years, according to World Nuclear News . Even so, much of the nuclear fuel inside the reactor is still smoldering, leaving scientists monitoring the site concerned that the material could explode again, Live Science previously reported . If it were to explode, the force could cause the sarcophagus to collapse, burying the nuclear material under even more rubble.

A further source of concern for scientists observing the exclusion zone is the irradiated trees in the woodlands surrounding the plant. Not long after the explosion, many of the trees closest to the power plant absorbed so much radiation that they turned a bright orange before dying, earning the region the nickname of the "Red Forest." The dead trees were eventually bulldozed and buried, but a lot of surviving plant life absorbed large amounts of dangerous radionuclides, which in the event of a forest fire could be sent aloft as inhalable aerosols.

Life inside the Chernobyl Exclusion Zone

A moose and its calves grazing inside the zone.

Today, the exclusion zone is filled with a variety of wildlife species that have flourished in humanity's absence. Wolves, wild boars, beavers, moose, eagles, deer, lynx and bears have all thrived in the zone’s thick woodlands. Packs of dogs, the now feral descendants of the region's abandoned pets, also roam the zone, according to the BBC . British ecologists studying the region have also found that the population of the Przewalski's horse, an endangered wild horse species originally from Mongolia has exploded inside the zone, they reported in 2016 in The Biologist .

Despite mostly appearing in good health, some of the zone's animals carry high levels of cesium in their bodies, and birds in the area are 20 times more likely to have genetic mutations, according to a 2001 study in the journal Biological Conservation . Insects were among the hardest hit by the sudden spike in radiation levels, with significant reductions in their populations in the most irradiated regions, according to a 2009 study in the journal Biology Letters .

Do people live inside the exclusion zone?

The zone is not completely without people, either. In the years following the disaster, roughly 200 residents, known as "samosely," illegally returned to their evacuated villages to eke out an existence in their once abandoned homes. The samosely are mostly retired individuals, and they survive primarily through subsistence farming and care packages delivered by visitors, according to ABC News . 

How to visit the Chernobyl Exclusion Zone

Bumper cars in an amusement park in Pripyat, Ukraine. Chernobyl's reactor explosion in 1986 happened just a few days before the park was scheduled to open.

Since 2011, when the exclusion zone was deemed safe to visit by site managers, growing numbers of tourists have also flocked to visit the area. While parts of the zone remain dangerously radioactive, visiting is relatively safe as long as tourists are led by experienced guides, according to Responsible Travel . The zone itself is a little over two hours drive from Kiev. Visits take one day, starting and ending with passages through official checkpoints to measure exposure to radiation, according to the State Agency of Ukraine on Exclusion Zone Management . 

— Images: Chernobyl, frozen in time

— 10 times HBO's 'Chernobyl' got the science wrong

— Chernobyl nuclear disaster 25 years later (Infographic)

Those who work inside the zone, as scientists, administrators or tour guides, have been known to refer to themselves as "stalkers" after the Andrei Tarkovsky film of the same name. The Soviet science-fiction movie (which was released seven years before the disaster in 1979) tells of an expedition led by a stalker into a reality-warped restricted site known as the "Zone," where there is said to be a room which grants a person their innermost desires. Curiosity about the exclusion zone was also generated by a 2019 HBO mini-series based on the Chernobyl disaster ; and Live Science previously reported that visitation rates jumped by 30-40% after the series aired.

  • The latest news about the Chernobyl Nuclear Power Plant can be found on their website .
  • Answers to long-standing questions about the health effects of the Chernobyl disaster according to the World Health Organization .
  • Answers to frequently asked questions about the Exclusion Zone can be found on the International Atomic Energy Agency's website .
  • Insights into Chernobyl's growing wildlife populations can be found on the UN Environmental Programme's website .

Serhii Plokhy, Chernobyl: The History of a Nuclear Catastrophe, Basic Books, 2018

Svetlana Alexievich, Voices from Chernobyl: The Oral History of a Nuclear Disaster, Picador Books, 1997

Katie Canales, Photos show what daily life is really like inside Chernobyl's exclusion zone , Business Insider, April 20, 2020.

Chris Baraniuk, The guards caring for Chernobyl's abandoned dogs , BBC Future, April 23, 2021.

Neel Dhanesha, How nature has taken over Chernobyl , Popular Science, July 21 2021.

Jane Braxton Little, Forest fires are setting Chernobyl's radiation free , The Atlantic, August 10 2020

Adam Tooze, Chartbook #68 Putin's Challenge to Western hegemony - the 2022 edition , January 12 2022.

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Ben Turner is a U.K. based staff writer at Live Science. He covers physics and astronomy, among other topics like tech and climate change. He graduated from University College London with a degree in particle physics before training as a journalist. When he's not writing, Ben enjoys reading literature, playing the guitar and embarrassing himself with chess.

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sperrzone tschernobyl tour

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Fukushima Private Tour

  • 1-20 Personen (Sie und Ihre Freunde)
  • 100% Geld-zurück-Garantie, jederzeit kostenlose Umbuchung oder Stornierung
  • Englischer Führer und lokaler Insider
  • Abseits der ausgetretenen Pfade, Fotospots und Treffen mit Einheimischen
  • All inclusive: Hotel, traditionelles Essen, Transport und Führer

JENESEITS DES TOURISMUS

Erkundet SIe Fukushima jenseits der Sehenswürdigkeiten, schleichen Sie sich euch in Gebäude, macht ihr eine Wanderung

SUPER SICHERHEIT

Nur bewährte Strecken, Geiger-Muller Zähler (Dosimeter) mit Ihnen die ganze Zeit, kostenlose Atemschutzgeräte

MASSGESCHNEIDERT

Erstellt ihr euere eigene Route und euer Eigenes Programm nach eueren Wünschen

Trefft ihr Einheimischen, hört ihr ihre Geschichten (übersetzt von euerem Führer) und erlebt ihr, wie das Leben aus einer Sperrzone zurückkommt

WAS IST IN IHREM PRIVATEN FUKUSHIMA TOUR INCLUDED?

Fukushima von innen nach aussen und von aussen nach innen.

  • LOKALER ENGLISCHER FÜHRER - INSIDER
  • KOSTENLOSES DOSIMETER, BEWÄHRTE ROUTES
  • TRANSPORT NACH/VON TOKIO
  • EINTRITT ZU NICHT-TOURISTISCHEN ORTEN
  • FÜR 2+ TAGE HOTEL
  • ALL INCLUSIVE, DER PREIS IST ENDGÜLTIG, KEINE VERSTECKTEN GEBÜHREN

Die eroberte Atomkatastrophe von 2021 lasst Sie sprachlos zurück - Ist Fukushima sicher zu besuchen?

Beyond fukushima.

Besuchen  Sie das Land der Paradoxien – blühend mit neuen Gebäuden, Straßen, Meereswänden, die neben verlassenen Geisterhäusern stehen, staubige Autos, leere Geschäfte und Automate. Jetzt, nachdem die Strahlungswerte an den meisten Orten wieder normal wurden, werden Sie  erleben,  wie Mensch und Natur mit der Katastrophe fertig werden und fast nichts zurücklassen. Die private Tour in Fukushima ist ein wirklich herzzerreißendes Erlebnis.

Wenn Sie das Gebiet von Fukushima privat besuchen, können Sie  die Städte und Landschaften in dieser Präfektur vor und nach dem schädlichen Tsunami und der Kernschmelze im März 2011 gründlich kennenlernen. Darüber hinaus bietet Ihnen  die Flexibilität des Reiseverlaufs und der besuchten Orte die Freiheit auf eigene Faust zu erkunden und sogar über das Erwartete hinaus zu erkunden – einschließlich Geisterstraßen, leeren Häusern, verlassenen Schulen, Geschäften und sogar verlassenen Autos in Tankstellen. Alles erhalten und von den Händen der Natur zurückgenommen. Die private Tour in Fukushima (von 1 bis 7 Tagen) wird Sie  überraschen, wie schnell Menschen mit der größten Atomkatastrophe dieses Jahrhunderts fertig werden können.

Ihre  Tour nach Fukushima beginnt in Tokio, wo wir Sie in  einem bequemen Auto oder Van abholen. Ihr  Reiseführer- ein englischsprachiger Insider – wird Ihnen alle notwendigen Hintergrundinformationen geben, um Ihnen zu helfen, Ihre Zeit in Fukushima individuell gestalten können. Neben der Pflege, der Übersetzung und dem Spaziergang durch die epischsten Teile der Fukushima-Zone, wird er Ihnen auch genug Freiheit geben, die sicheren Zonen auf eigene Faust zu erkunden.

sperrzone tschernobyl tour

Fukushima, das Gebiet, um das Kernkraftwerk Dai-ichi, wurde 2011 zweimal getroffen. Zuerst durch den gewaltigen tödlichen Tsunami, dann später durch die radioaktiven Nachwirkungen, die die Überflutung aller sechs Reaktoren des Kraftwerks verursachten, die dann eine Explosion und Schäden mit weitreichenden Folgen verursachten. Hunderttausende Menschen wurden evakuiert, Häuser und Autos waren verlassen, Fischer konnten nicht fischen  und es gab kontaminiertes Land und Tiere. Sie  werden miterleben, was übrig bleibt, mit all der Sicherheit und dem Respekt.

Sie  werden hören, dass das Schicksal von Fukushima heute als Vorbild dafür dient, wie man mit einer nuklearen Katastrophe umgehen kann. Das Gebiet von Fukushima wird jetzt gereinigt und restauriert, kontaminierter Boden wird entfernt und die Menschen kommen langsam in ihre Häuser zurück. Vielleicht werden Sie sogar Zeuge einer Begegnung von Nachbarn, nachdem sie sich jahrelang nicht gesehen haben – umarmend, voller Tränen und die einander erzählen, was sie seit der Evakuierung 2011 getan hatten. Mit der Fukushima-Tour von TschernobylX unterstützen Sie  die lokalen Gemeinschaften – wir speisen und übernachten in kleinen Restaurants und Hotels.

Verglichen mit dem Tschernobyl-Gebiet und der Liquidierung der größten Atomkatastrophe in der Geschichte der Menschheit im Jahr 1986 sieht Fukushima wie eine Erfolgsgeschichte aus. Erstens beträgt das Kontaminationsvolumen etwa 20 % von Tschernobyl, wobei sich weniger lange Halbwertszeitpartikel in der Zone ausbreiten. Zweitens, der präzise japanische Plan und die Widmung, wie das Gebiet Zoll für Zoll gereinigt werden kann, verwandelt das Gebiet von Fukushima in ein sehr fortschrittliches und modernes Gebiet, das wieder bewohnt werden kann.

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Die private Fukushima-Tour führt Sie  in die Vergangenheit und in die Zukunft und lässt nur einen winzigen Raum für die Gegenwart. Die ikonischen Orte wie die überflutete Schule am Ufer, die fast verlassenen Städte Iwaki, Futaba, Tomioka und andere, die Kernkraftwerke Dai-ichi und Dai-ni (in sicherer Entfernung), und die Weinberge werden Ihre Überzeugungen erschüttern. Lassen Sie uns Ihr Abenteuer verbessern, indem wir die lächerlichsten Orte wie den Bahnhof besuchen, der zum Endpunkt für Züge aus Fukushima wurde, blühende Sakura-Gasse, die jetzt leer ist, oder eine  Farm mit kontaminierten Bullen, die dank der Spenden von Essensresten noch leben.

 Ihre  Fukushima-Tour-Programm hängt von der Anzahl der Tage ab, die Sie  wählen und Ihrer  Präferenz. Diese kann von unterwegs geändert werden. Wir decken Ihre Sicherheit (Dosimeter – Geiger-Mueller-Zähler), Genehmigungen, Transport, Dolmetscher von den Einheimischen, Unterkunft (falls erforderlich) und traditionelle japanische Küche vollständig ab. Mit TschernobylX werfen Sie  einen Blick in die Fukushima-Geschichte und machen sie zum Höhepunkt Ihres japanischen Abenteuers. 

Wir sind seit 2008 auf der Mission, IHRE WELTANSICHT HERAUSZUFORDERN.

Fukushima Tour Sicherheit

Der Besuch von Fukushima ist mit Strahlung verbunden – Sie können an einigen Stellen höhere Strahlungswerte messen, wo wir nur eine begrenzte Zeit bleiben werden, und Sie  die ganze Zeit ein professionelles Dosimeter mit sich  haben, da Sie ein  Teil der sichersten  Fukushima Tour sind . Sicherheit war die Frage Nummer eins, die sich unser Gründer Dominik 2019 stellte, als er zum ersten Mal nach Fukushima kam. Seitdem führen unsere ausgebildeten Führer Sie  NUR auf gesundheitsgefährliche  Stellen und Wege. Wir stellen sicher, dass die Strahlendosis, die Sie  während eines Tages Ihrer  Fukushima-PrivatTour erhalten, 5 Mikrosievert (5 % der täglichen Sicherheitsnormen für Kernkraftwerke in der EU) nicht überschreitet, was etwa 5 Stunden auf einem Interkontinentalflug entspricht.

Während der Corona-Pandemie haben wir die absolute Sicherheit für Sie und Ihre  Mitreisenden durch eine Airline-Ebene der Desinfektion   und Vorsichtsmaßnahmen sichergestellt:  Temperaturkontrolle,  Gesichtsmasken, Handschuhe, antibakterielles Gel, desinfizierte Busse und Autos, Führer und Fahrer mit Masken. Gemeinsam können wir sicherstellen, dass Sie  sicher und begeistert nach Hause kommen. Für weitere Informationen lesen Sie  bitte das   Corona update .

Aufgrund aktueller Einschränkungen, Strahlensicherheit oder Wetterbedingungen in der Tschernobyl-Sperrzone behält sich TschernobylX das Recht vor, das Programm der Reiseroute zu ändern und Sie über etwaige Einschränkungen zu informieren.

Treffen am Bahnhof Tokio

Railway station is divided into sides marunouchi ( west) and Yaesu ( east)

Atomkatastrophenzone Fukushima

Fukushima daiichi disaster zone checkpoint before entering the Zone

Namie "Geisterstadt"

Abandoned town Namie located in Fukushima prefecture in Japan

Futaba Stadt

Abandoned town in Fukushima prefecture located on the pacific ocean coastline

Tomioka Stadt

Town affected by Fukushima Daichii nuclear disaster in 2011

Ukedo-Grundschule

A building of the Ukedo Elementary School wrecked during the tsunami

Verlassenes Haus in der Katastrophenzone von Fukushima

Abandoned building inside the nuclear wasteland of Fukushima

Kontrollpunkt der Polizei von Fukushima in der Zone

Entering to the Fukushima disaster Zone guarded by Police

Verlassener Laden in der Katastrophenzone von Fukushima

This eerie electronics store within an abandoned nuclear ghost town

Die verlassenen Autos von Fukushima

Cars inside the Fukushima Daiichi exclsuion Zone near Nuclear Power Plant

Sie sind alle für die Reise Ihres Lebens versichert

Preis beinhaltet.

  • Alle Genehmigungen
  • Englischer Ortsführer und Dolmetscher
  • Ausleihen eines Geiger-Mueller Zähler (Dosimeter) Transport von und nach Tokio mit einem Fahrer
  • Transport nach/von Tokio
  • Museums- und Ortseintrittsgebühren
  • Sauberes Hotel (3*) - mehrtägige Touren
  • Japanische Halbpension
  • VIP-Spots für andere X-Destinationen: Tschernobyl, Fukushima, Nordkorea....

FUKUSHIMA TOUR

Häufig gestellte fragen.

Unsere Kunden sagen es einfach: Geschichtenerzählen, die eine Tour nach Fukushima zu einem Erlebnis machen, die Emotionen, wenn man Fukushimas Schicksal mit Tschernobyl vergleicht, eine wahrhaft warmherzige Kundenbetreuung, die euere Tour vollständig abdeckt, alles inklusive, und einen Blick in die verborgenen Schätze von Fukushima werfen. Als Experten für Tschernobyl geben wir dieser Tour einen besonderen Einblick in den Vergleich der Fukushima-Katastrophe mit Tschernobyl sowie die menschliche Note, wenn ihr das Schicksal der Einheimischen teilt, die ihr trefft. All dies mit einer Liebe es oder seiner kostenlosen Garantie. 

Ihr braucht euch keine Sorgen zu machen, wir haben euren Rücken. Alles wird für euch arrangiert (Genehmigungen, Transport, Essen, maximale Sicherheit, Strahlenschutzkontrollen, Top-Englisch sprechende Führer usw.). Schnappt ihr euch eueren Reisepass, euere Kamera, bequeme Schuhe, gute Laune und lasst ihr uns die Fukushima-Tour unvergesslich machen!

Sicherheit geht vor, das ist unsere Devise. Die Fukushima-Zone ist unter Einhaltung aller Sicherheitsmaßnahmen für Besucher geöffnet. Das heißt, ihr könnt die Atmosphäre des verlassenen Gebiets erkunden und seid sicherer als je zuvor! ChernobylX gewährleistet die absolute Sicherheit von euch und eueren Mitreisenden durch Desinfektions- und Vorsichtsmaßnahmen auf Airline-Niveau: Temperaturkontrolle, Gesichtsmasken, Handschuhe, antibakterielles Gel, desinfizierte Busse und Autos, Führer und Fahrer mit Masken.

Zusätzliche Tour

Wollt ihr mehr, nordkorea-tour, private ignalina tour ab vilnius, baikonur 2-tagestour, wenn sie auf ein zeichen warten, dann ist es das, diese website verwendet cookies.

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Tschernobyl als Touri-Ziel: Kritik an Selfies aus der Sperrzone

sperrzone tschernobyl tour

Tschernobyl als Touri-Ziel : Respektlose Selfies aus der Sperrzone

Eine Touristin macht ein Selfie während einer Tour durch Prypiat.

Das seit der Reaktorkatastrophe stillgelegte Atomkraftwerk Tschernobyl in der Nähe der ukrainischen Stadt Pripyat verzeichnet seit dem Erfolg der HBO-Serie „Chernobyl“ einen massiven Zustrom an Touristen. Das berichtet Gerrit Schmitz vom Reiseveranstalter „Tschernobyl Reisen“ auf Anfrage von FAZ.NET . Doch dort, wo es Touristen gibt, sind Nutzer sozialer Medien nicht weit, die den Unglücksort für ihre Fotos auf der Jagd nach Likes und Follower benutzen.

In der Stadt Pripyat lebten vor der Katastrophe bis zu 80.000 Menschen, die größtenteils im Kraftwerk arbeiteten. Nach dem Unglück wurde die Pripyat zu einer Geisterstadt und Jahre später zu einer Touristenattraktion für ausländische Besucher in der Ukraine. Im Jahr 2018 waren es um die 60.000 Besucher. Seit der Ausstrahlung der Serie sind die Besucherzahlen um fast 30 bis 40 Prozent gestiegen. Das radioaktiv verseuchte Gebiet darf dabei nur im Rahmen offizieller Touren betreten werden. Seit der HBO-Mini-Serie ist das Interesse der Touristen angestiegen – doch ein Gespür dafür, wie man sich an dem Ort einer Katastrophe verhält, die nach Schätzungen der WHO 4000 Menschen das Leben gekostet hat, scheint nicht jeder zu haben.

Wer sich die Instagram Posts ansieht, die unter der Ortsmarkierung oder dem Hashtag „ Tschernobyl “ oder „Pripyat“ hochgeladen wurden, bekommt eher den Eindruck, die Nutzer hätten einen aktiven Freizeitpark und keinen Unglücksort besucht: Eine junge Frau sitzt fröhlich grinsend in einem der verlassenen Autoscooter, als könne sie jeden Augenblick damit losfahren. Auf einem Bild sind zwei Männer zu sehen, die in einer Rapper-Pose vor dem Riesenrad in Pripyat stehen, ein anderer Nutzer an der selben Stelle das „Ok“-Zeichen. Wieder ein anderer posiert oberkörperfrei vor dem Atomkraftwerk, sein Foto hat er mit den Hashtags „chernobyl, nuclear und power of nature“ versehen.   Eine junge Frau zieht fast blank: Ihr Foto zeigt sie nur spärlich bekleidet und mit herunterhängenden Schutzoverall in der Schutzzone. Private Nutzer sind ebenso vertreten wie Influencer. 

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Auch der Produzent übt Kritik

Für die Fotos verschafften sich manche Nutzer Zugang zu den Gebäuden in der Stadt oder in den Kontrollraum des Atomkraftwerks, in dem vor 33 Jahren die Katastrophe geschah, obwohl das Betreten der Einrichtungen seit 2012 verboten ist. Die Fotos lösten daher in den sozialen Medien einen Sturm der Entrüstung aus, in dem sich viele über die Pietätlosigkeit der Instagrammer beschwerten.

Der Autor und Produzent der HBO -Serie „Chernobyl“ Craig Mazin äußerte sich am Dienstag auf Twitter selbst zu den Bildern in den sozialen Netzwerken: „Es ist toll, dass die Miniserie ’Chernobyl’ so viele dazu inspiriert, die Zone zu besuchen, doch ich habe einige Bilder gesehen, die gerade im Umlauf sind. Wenn ihr Tschernobyl besucht, bitte erinnert euch, dass dieses schreckliche Ereignis hier geschah, und verhaltet euch mit Respekt gegenüber all denen, die gelitten und sich geopfert haben.“

Externer Inhalt von Twitter

Gerrit Schmitz erklärt zudem, dass einige Touristen ohne offizielle Genehmigung oder mit kleineren dubiosen Veranstaltern in die Sperrzone reisen. Dafür riskieren sie Strafen von 500 Hrywrnja, umgerechnet 16.00 Euro, oder gar Gefängnisstrafen von fünf Jahren, wenn sie Gegenstände aus der Sperrzone mitnehmen. Diese Veranstalter achten nicht darauf, wohin sich die Touristen begeben oder welche Art von Fotos gemacht werden. Bei größeren Reiseunternehmen werde darauf geachtet, dass keine Fotos entstehen, die die Gefühle der Opfer verletzen könnten. Selfies mit einem Lächeln können aber auch sie nicht verbieten.

Zu einer ähnlichen Debatte kam es in den sozialen Medien vor fünf Jahren nach Selfies im deutschen Vernichtungslager Auschwitz. Anstoß gab unter anderem ein Foto von jungen Amerikanern unter dem Lagertor mit der Aufschrift „Arbeit macht frei“, dass im Netz viral ging. Die Gedenkstätte rief damals zu einem angemessenen Verhalten auf. Fotografieren ist aber weiterhin erlaubt.

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